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Maria, Majar und Minas

Uniklinik Jena: Dritte Drillingsgeburt in diesem Jahr

Im Vordergrund die stolzen Drillingseltern Papa Mohamad Baker und Mama Aya Alsadi mit den Mädchen Minas, Maria und Majar. Im Hintergrund Prof. Ekkehard Schleußner (links) und Prof. Hans Proquitté.
Im Vordergrund die stolzen Drillingseltern Papa Mohamad Baker und Mama Aya Alsadi mit den Mädchen Minas, Maria und Majar. Im Hintergrund Prof. Ekkehard Schleußner (links) und Prof. Hans Proquitté. Foto: Uniklinikum Jena

Drillinge im Dreierpack: Schon die dritte Drillingsgeburt am Uniklinikum Jena in diesem Jahr. Maria, Majar und Minas erblickten am 15. Juli das Licht der Welt.

Jena. Als angehender Altenpfleger ist es Papa Mohamad Baker gewohnt, sich um andere Menschen zu kümmern, sie zu pflegen, ihnen Essen zu reichen. Und trotzdem ist es bei seinen Kindern anders. Besonders.

Die drei kleinen Mädchen Maria, Majar und Minas liegen momentan noch auf der Neonatologie des Uniklinikums Jena (UKJ). Sie sind schon die dritten Drillinge dieses Jahres am UKJ. Wie alle Drillinge sind auch sie Frühgeborene. In der 30. Schwangerschaftswoche kamen sie per Kaiserschnitt in der Geburtsklinik auf die Welt.

Am 15. Juli war es an der Zeit für die Drei. „Es war ein Auf und Ab während der Schwangerschaft“, berichtet Klinikdirektor Professor Ekkehard Schleußner. „Wir haben unser Bestes gegeben, um die Mädchen so lange es geht im Mutterleib zu halten. Vor allem der Optimismus von Mutter Aya Alsadi hat zum Erfolg beigetragen“, freut er sich.



Schon seit Mai war die Drillingsmama in der Klinik. Drillingsschwangerschaften sind immer Risikoschwangerschaften und müssen engmaschig überwacht werden. Obwohl es sowohl väterlicherseits als auch mütterlicherseits bereits Zwillinge in der Familie gab, waren die Eltern vollkommen überrascht, dass sie gleich drei Babys auf einmal erwarten. „Aber für uns ist es ein Geschenk“, sagt Papa Mohamad. Und so haben sie sich nie entmutigen lassen und immer daran geglaubt, dass alles gut gehen wird.

Mittlerweile wiegen die Geschwisterchen schon jeweils fast 1.900 Gramm und gedeihen prächtig. Mit dem Füttern klappt es auch immer besser – auch wenn beim Fläschchen geben bei den Eltern noch die Vorsicht überwiegt. Denn jede körperliche Anstrengung der zarten Geschöpfe – und dazu gehört auch essen – macht sich an den Monitoren bemerkbar, an die die Kleinen angeschlossen sind.



Professor Hans Proquitté, Leiter der Sektion Neonatologie, ist bislang aber sehr zufrieden mit der Entwicklung der Kinder. „Bis auf eine kleine Infektion bei einem der Mädchen kurz nach der Geburt gab es keinerlei Probleme“, berichtet er.

Wenn alles weiter gut läuft, können Maria, Majar und Minas in zwei bis drei Wochen nach Hause. Damit endet dann eine lange Zeit in der Klinik für die Familie.

In diesem Jahr bahnt sich ein Mehrlingsrekord am UKJ an: Bisher kamen bei insgesamt 933 Geburten schon 42 Zwillinge und drei Drillinge in der Geburtsklinik auf die Welt. Zum Vergleich: Im gesamten vergangenen Jahr waren es 42 Zwillinge und zwei Drillinge.

Text: Katrin Bogner/UKJ

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