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Mahnwache für Geflüchtete

#WirhabenPlatz: Seebrücke-Aktionswoche in Jena

Die Seebrücke ist eine internationale Bewegung aus der Zivilbevölkerung.
Die Seebrücke ist eine internationale Bewegung aus der Zivilbevölkerung. Foto: Kim Baumgarten/Archiv

Seebrücke-Aktionswoche in Jena: Unter dem Motto #WirhabenPlatz finden diese Woche verschiedene Veranstaltungen zur Situation der Geflüchteten statt.

Jena. Von heute bis Samstag, 3. Oktober findet in Jena eine Seebrücke-Aktionswoche unter dem Motto „#WirhabenPlatz“ statt.

Mit verschiedenen Veranstaltungen wie einer Mahnwache, mehreren Mitmachaktionen, Infoständen, Spendenaktionen und einem Filmabend soll auf die Situation der Geflüchteten in Europa und an den europäischen Außengrenzen aufmerksam gemacht werden.

Mahnwache für Geflüchtete

Von Montag, 28. September bis Donnerstag, 1. Oktober wird es jeden Nachmittag auf dem Holzmarkt eine Mahnwache für Geflüchtete geben, während welcher verschiedene Aktionen stattfinden.



Am Mittwoch, 30. September wird im Innenhof der JG Stadtmitte symbolisch ein Schiff gebaut. Mit einer dezentralen Stuhlaktion im Stadtgebiet soll am Donnerstag, 1. Oktober auf die Geflüchteten aufmerksam gemacht werden, die wir bei uns aufnehmen könnten.

Gründung Seebrücke-Lokalgruppe Jena

Freitags wird es ab 17 Uhr auf dem Holzmarkt verschiedene Infostände von Migrantischen Organisationen geben sowie ab 19.30 Uhr die öffentliche Vorführung des Films „Wo sich Stacheldraht in Kinderaugen spiegelt“. Außerdem wird sich an diesem Tag formal die Seebrücke-Lokalgruppe Jena gründen.

Auf allen Veranstaltungen werden zudem in Zusammenarbeit mit UNICEF Spenden gesammelt, die der Betreuung von traumatisierten Kindern und Jugendlichen auf Lesbos zugutekommen werden.



Angesichts der verheerenden Situation gründet sich die Lokalgruppe Seebrücke Jena als eine Bewegung, welche von verschiedenen Akteur*innen der Jenaer Zivilgesellschaft getragen wird.

Die Gruppe solidarisiert uns mit allen Menschen auf der Flucht und erwartet von der Deutschen sowie der Thüringer Politik sofort sichere Fluchtwege, eine Entkriminalisierung der Seenotrettung und eine menschenwürdige Aufnahme der Menschen, die auf der Flucht sind – kurz: Weg von Abschiebung und Abschottung und hin zu Bewegungsfreiheit für alle Menschen.

"Menschen auf dem Meer und den griechischen Inseln im Feuer sterben zu lassen, um die Abschottung Europas weiter voranzubringen und politische Machtkämpfe auszutragen, ist unerträglich und spricht gegen jegliche Humanität.



Migration ist und war schon immer Teil der Gesellschaft. Statt dass die Grenzen dicht gemacht werden, braucht es ein offenes Europa, solidarische Lösungen und dabei auch sichere Aufnahmemöglichkeiten in Thüringen", so eine Sprecherin der Gruppe.

Das vollkommen überfüllte Lager Moria, in dem viele Geflüchtete seit Jahren unter menschenunwürdigen Bedingungen festsaßen, sind bei den Bränden Anfang des Monats fast völlig zerstört worden.

11.500 Menschen obdachlos

Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) wurden 11.500 Menschen obdachlos, darunter 4.000 Kinder.

Das Zeltlager bei Kara Tepe, welches kurz darauf errichtet wurde, ist längst voll belegt, nachdem die Polizei alle Geflüchteten gezwungen hat, dorthin umzuziehen. Insassen und Hilfsorganisationen berichten, die Zelte seien völlig überbelegt.

Zwei bis drei Familien müssen sich oft bereits ein Zelt teilen, trotzdem kommen immer noch mehr Menschen ins Lager. Die Zelte bieten zudem keinen Schutz vor dem anstehenden Winter. Auch auf den ägäischen Inseln Leros, Samos, Lesbos, Kos und Chios leben über 25.000 Menschen in völlig überfüllten Lagern.

Es zeigt sich, dass die Errichtung von Lagern auf den griechischen Inseln niemals eine Lösung für schutzsuchende Menschen waren und sind.

Infos zur Seebrücke Deutschland: www.seebruecke.org

Quelle: Seebrücke-Gruppe Jena

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