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Ein würdiger Ort für Hinterbliebene

Erster Spatenstich für neues Krematorium in Jena

Spatenstich: Bertram Flößner, Abteilungsleiter Städtische Friedhöfe beim Kommunalservice, Stefan Beier vom Planungsbüro aus Mellingen, OB Dr. Albrecht Schröter und Uwe Feige, Werkleiter KSJ.
Spatenstich: Bertram Flößner, Abteilungsleiter Städtische Friedhöfe beim Kommunalservice, Stefan Beier vom Planungsbüro aus Mellingen, OB Dr. Albrecht Schröter und Uwe Feige, Werkleiter KSJ. Foto: Barbara Glasser

Jena. Der erste symbolische Spaten ist gestochen; bis zum Oktober des nächsten Jahres soll das neue Krematorium auf dem Nordfriedhof fertiggestellt sein. Insgesamt 3,26 Millionen werden in den Neubau investiert, der dann ein würdiger Ort für Hinterbliebene sein und den Mitarbeitern auf dem Friedhof bessere Arbeitsbedingungen bieten soll.

„95 Prozent aller Beisetzungen sind heutzutage Feuerbestattungen, dazu braucht man eine zeitgemäße Technik, die das bisherige Krematorium nicht bieten kann“, sagte Oberbürgermeister Dr. Albrecht Schröter.

Das neue Gebäude wird zwei Etagen haben mit einem öffentlich zugänglichen Bereich, damit Angehörige die Möglichkeit haben, an der Einäscherung ihrer Toten teilzunehmen. Es entstehen Kühlzellen für die Lagerung der Verstorbenen, Raum für die Bestattungsunternehmen zur Umsargung und Vorbereitung der Verstorbenen und Räume für die Leichenschau. Zudem ist das Gebäude auf den Bedarf einer zweiten Einäscherungsanlage ausgelegt.

Im Jahr 1894 wurde in Jena ein „Verein zur Feuerbestattung“ gegründet, die Stadt stellte unentgeltlich Bauland hinter der Trauerhalle auf dem Nordfriedhof zur Verfügung. Vier Jahre später wurde das neue Krematorium in Betrieb genommen als fünftes Krematorium in Deutschland. 1908 übergab der Verein das Krematorium an die Stadt.

1953 wurde der Einäscherungsofen von Kohlebefeuerung auf Gasbrenner umgestellt, ein neuer Schornstein 1976 gebaut. Der Einäscherungsofen erfuhr 1991 eine Generalreparatur, wurde 1998 durch moderne Filtertechnik erweitert. Bereits seit Jahren aber ist die Technik an den Grenzen ihrer Möglichkeiten.

Text: Barbara Glasser

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