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Uni-Senat entschied

Karl-Marx-Büste wird nicht wieder aufgestellt

Benjamin Koppe ist mit seiner Fraktion der Ansicht, dass ein Antrag zur Wiederaufstellung der Büste auch zu Marx Geburtstag keinen Erfolg haben werde.
Benjamin Koppe ist mit seiner Fraktion der Ansicht, dass ein Antrag zur Wiederaufstellung der Büste auch zu Marx Geburtstag keinen Erfolg haben werde. Foto: Jan-Peter Kasper/FSU

Die CDU-Fraktion im Jenaer Stadtrat begrüßt die Entscheidung des Senats der Friedrich-Schiller-Universität, die umstrittene Marx-Büste auch weiterhin nicht für eine Wiederaufstellung zur Verfügung zu stellen.

Jena. Begonnen hatte die neueste Auflage der Debatte um das Abbild von Karl Marx mit einer  emotionalen Diskussion in der Aprilsitzung des Jenaer Stadtrates. Damals stimmte die CDU-Fraktion geschlossen gegen den Antrag der Fraktion Die Linke, das Symbol für eine menschenverachtende Weltanschauung, ohne jegliche Reflexion sozialistischer Gewaltherrschaft, im öffentlichen Raum auszustellen.

Brief an Uni-Präsidenten

Auf Initiative von CDU-Fraktionschef Benjamin Koppe nahmen während der sich an die Stadtratssitzung anschließenden öffentlichen Debatte Prof. Dr.  Torsten Oppelland und PD Dr. Stefan Gerber eine wissenschaftliche Einordnung der historischen Bedeutung der Marx-Büste vor, die in weiten Teilen die Auffassung der CDU-Fraktion widerspiegelte. Dies veranlasste Koppe, sich mit einem Schreiben an den Präsidenten der Friedrich-Schiller-Universität, Prof. Dr. Walter Rosenthal, zu wenden, um  nochmals alle Argumente gegen eine Wiederaufstellung darzulegen.

Würdigung Marx in anderer Form

Prof. Dr. Rosenthal wies in seiner Antwort darauf hin, dass der Senatsbeschluss aus dem Jahr 1991 weiterhin Gültigkeit habe, sich der Senat erneut mit dem Thema befassen werde und stellte eine andersartige Würdigung des wissenschaftlichen Werkes von Karl Marx, etwa in Form einer Fachtagung, in Aussicht.


Viele Bürger erleichtert

Nach dem Bekanntwerden der Senatsentscheidung zeigte sich Benjamin Koppe sichtlich erleichtert: „Heute ist ein guter Tag für alle Jenaer Opfer der SED-Diktatur. Jene Bürgerinnen und Bürger, die sich aus Sorge vor einer erneuten Aufstellung der Büste an uns gewendet haben, können dank einer konsequenten Entscheidung des Senats aufatmen.



Hoffentlich wird sich im Stadtrat eine solche Farce künftig nicht wiederholen. Aus Sicht meiner Fraktion kann auch ein Antrag zum 205. Geburtstag von Marx im Jahr 2023 keine Aussicht auf Erfolg haben, es sei denn die Stadtratskollegen der Linken versuchen sich erneut darin, die Jenaer Universität per Beschluss zu bevormunden“, so Koppe.

Quelle: Andreas Kaiser/ CDU-Fraktion im Jenaer Stadtrat

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