Wege aus der Einsamkeit

MartinsSchmaus-Stiftung in Jena gegründet

Gründungsfest mit den Gründungsstiftern, Vorständen, Kuratoren, UnterstützerInnen, HelferInnen des MartinsSchmauses sowie einigen Bürgern der Stadt Jena.
Gründungsfest mit den Gründungsstiftern, Vorständen, Kuratoren, UnterstützerInnen, HelferInnen des MartinsSchmauses sowie einigen Bürgern der Stadt Jena.
Foto: Jürgen Scheere
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Wege aus der Einsamkeit: MartinsSchmaus-Stiftung in Jena gegründet. Unterstützer willkommen.

Jena. In der Stadtkirche St. Michael in Jena hat sich am 11.11.2022 in einem feierlichen Rahmen die „MartinsSchmaus-Stiftung“ gegründet.

Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, die zunehmende Vereinsamung von Senioren und benachteiligten Menschen zu thematisieren und Mitbürger zu gewinnen.


Staatssekretärin Katharina Schenk, die in Vertretung des Schirmherrn der Stiftung, Herrn Ministerpräsidenten Bodo Ramelow, gekommen war, überreichte die Stiftungsurkunde an Berno Kremlitschka und Volker Lissner.

Beide sind die Initiatoren des seit 2017 jährlich stattfindenden Martinsschmauses – bis zu seinem plötzlichen Tod, gehörte auch der Jenaer Sozial-Unternehmer Ralf Kleist dazu.


Alle 26 Stifter bekamen ihre Gründungsurkunden. Über 100 Gäste nahmen an der Veranstaltung teil – die Gründungsstifter, Kuratoren, UnterstützerInnen, HelferInnen des MartinsSchmauses, sowie einige Bürger der Stadt Jena.

Kuratoriumsmitglied und langjähriger Unterstützer des Martinsschmauses, Ernährungswissenschaftler der FSU Jena, Professor Gerhard Jahreis, gab in seiner Rede zu bedenken, dass „die Gesellschaft droht, auseinander zu bersten und dagegen müsse man etwas tun“!


Seit sechs Jahren werden einsame und bedürftige Menschen zum Martinsschmaus in die Stadtkirche eingeladen.

Sie sollen dort zusammengebracht werden, da sie oft in sozialer Isolation leben und dadurch einen mangelnden Austausch mit anderen Menschen haben und perspektivlos sind.

Diese Menschen brauchen Unterstützung, um aus ihrer Vereinsamung herauszufinden.


Die Stiftung lobt ab sofort jährlich, jeweils zum 11.11., den „Ralf Kleist-Preis“ aus.


Einzelne Bürger, Vereine oder Organisationen sollen damit motiviert werden, Ideen und Impulse einzubringen und eigene Aktionen zu initiieren. Dabei gehe es „ausschließlich um kontinuierliche Projekte“, wie Volker Lissner im Interview mit Jena TV mitteilte.

Diese nachhaltigen Projekte werden von der Stiftung mit jeweils 500 Euro unterstützt, nach eingehender Prüfung kann dieser Betrag eventuell noch aufgestockt werden. Ab sofort werden Vorschläge entgegengenommen.


Volker Lissner (l.) und Berno Kremlitschka nehmen von Jenas Sparkassen-Vorstand Thomas Schütze (m.) den symbolischen Spendenscheck entgegen. Foto: Jürgen Scheere

Zum Abschluss der Gründungsfeier wurde der Stiftung vom Vorstand Thomas Schütze der Sparkasse Jena-Saale-Holzland ein Scheck in Höhe von 3.500 Euro übergeben.

Geldspenden sind in jeder Höhe, sowie einmalig oder regelmäßig möglich:

Empfänger: Evangelische Kirche Jena
IBAN: DE81 8305 3030 0000 0642 38
Verwendungszweck: Martinsschmaus

Auf Wunsch kann eine Spendenquittung ausgestellt werden.


Momentan können über die Martinsschmausstiftung.de Tischkalender eines Jenaer Fotografen in den Größen A5 und A6 für 2023 gegen eine Spende bestellt werden.

Weitere Informationen zur Stiftung finden Sie hier.

Text: Dorothee Klotz

© Jenaer Nachrichten

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