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Demo am Freitag

Fridays for Future: Tanz-Demo für das Klima in Jena

Erneut möchte Fridays for Future auch in Jena auf die Dringlichkeit der Klimakrise aufmerksam machen.
Erneut möchte Fridays for Future auch in Jena auf die Dringlichkeit der Klimakrise aufmerksam machen. Foto: FFF/Robert Pauli
Tanzen fürs Klima: Die Aktivisten von Fridays for Future Jena wollen am kommenden Freitag mit einer Tanzdemo erneut auf die Klimakrise aufmerksam machen.
 
Jena. Vor den Sommer- und Semesterferien dieses Jahres meldet sich die Jenaer Ortsgruppe von Fridays for Future mit einer Tanzdemo zurück, um erneut auf die Dringlichkeit der Klimakrise aufmerksam zu machen.

Unter dem Motto "Tanzen fürs Klima" startet diese um 16 Uhr am Holzmarkt und endet nach einem Umzug durch die Stadt im Paradiespark direkt hinter dem Bahnhof. Dort werden zwei DJs auflegen.

 
Kurz vor den Bundestagswahlen will die Ortsgruppe wieder laut und bestimmt die Straße für sich einnehmen, um auf die Dringlichkeit der Klimakrise aufmerksam zu machen. Diese verschärfe sich Tag für Tag und die deutsche Bundesregierung habe keinerlei Konzepte, wie Deutschland seinen Teil zur Einhaltung des 1,5°-Ziels leisten kann, welches im Pariser Klimaabkommen unterschrieben wurde.

Die Dringlichkeit des Handelns wurde nicht zuletzt durch das extreme Unwetter in Westdeutschland aufgezeigt. Für die Opfer dort, aber explizit auch die Opfer der Klimakrise an allen anderen Orten der Welt, wird eine Schweigeminute abgehalten.
 
Line von FFF Jena sagt dazu: "Dass in Deutschland, einem Land der kühl gemäßigten Klimazone, über 150 Menschen aufgrund eines Extremwetterereignisses sterben, macht mich fassungslos und wütend. Seit Jahrzehnten warnen Wissenschaftler*innen vor den Folgen der Klimakrise, seit fast drei Jahren fordern Fridays for Future und andere Klimagerechtigkeitsgruppen einen radikalen Wandel in der Klimapolitik und die Antwort der Politik ist nichts.



Jetzt sind die lebensbedrohlichen Folgen der Klimakrise, die in anderen Teilen der Welt schon Alltag sind, auch in Deutschland angekommen. Die Normalität beginne sich auch hier zu verschieben, solche Extremereignisse werden in Zukunft noch öfter und noch schlimmer werden."
 
Die Bundestagswahl diesen Herbst wird die Erste, die Fridays for Future in Deutschland miterlebt. Sie werde außerdem darüber entscheiden, ob Deutschland seinem Teil zur Einhaltung des 1,5°-Ziels nachkommt.

Weltweit liegt das CO2-Budget, also die Emissionen, die noch ausgestoßen werden dürfen, um eine Erwärmung bei 1,5° Celsius zu stoppen, bei unter 500 Milliarden Tonnen. Wenn man diese nach Bevölkerungszahlen der Länder verteilt, hätte Deutschland noch ein Budget von maximal 6,7 Milliarden Tonnen CO2 übrig. Bei einer gleichbleibenden CO2-Emission wäre diese Menge bereits Ende der 2020er verbraucht. 

 
Während sich die Stadt Jena in Reaktion auf das Bürger*innenbegehren hierzu (Klimaentscheid) dem Ziel von Fridays for Future, bereits 2035 nicht mehr zur Klimakrise beizutragen, letzte Woche offiziell verpflichtet hat, hänge die Bundesregierung selbst weit zurück - trotz der Nachschärfung des Klimagesetzes, welches zuvor als verfassungswidrig eingestuft wurde. "Klimaneutralität bis 2045 ist noch immer eindeutig zu spät, um das 1,5°-Ziel einzuhalten."

Die Folgen von einer noch stärkeren Erwärmung sind verheerend und deshalb fordern wir ein radikales, konsequentes Handeln der Bundesregierung. Außerdem wollen wir der neuen Bundesregierung, die im Herbst gewählt wird, zeigen, dass Klimagerechtigkeit eines der entscheidenden Themen der nächsten Jahre und der Hauptfaktor für die Wahlentscheidung vieler Menschen sein wird", so Line.

Die Tanzdemo ist ein Auftakt erneuter Demonstrationen von Fridays for Future in Jena, nachdem größere Aktionen durch Corona lange nicht möglich gewesen sind. Spätestens am 24.09. folgt der nächste große Streik, der global stattfinden wird.


Quelle: Fridays for Future Jena

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