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JN-Ratgeber

Gesund und vielseitig: Radfahren liegt im Trend

Etwa ein Drittel der Menschen in Deutschland nutzen ihren Drahtesel an mehreren Tagen in der Woche.
Etwa ein Drittel der Menschen in Deutschland nutzen ihren Drahtesel an mehreren Tagen in der Woche.
Foto: Kurt Bouda/pixelio.de
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Das Fahrrad, es ist so vielseitig: Es kann Freizeitbeschäftigung, Sportgerät oder auch Mobilitätsmittel sein – oft sogar auch gleichzeitig. Kein Wunder also, dass Fahrräder derzeit einen echten Boom erleben.

Jena. Das Fahrrad erlebt als Fortbewegungsmittel eine bemerkenswerte Renaissance und ist auch in Jena sehr beliebt. Vom Rennrad übers Hollandrad bis zum Mountainbike wird eine breite Palette an Zweirädern angeboten. Vor allem E-Bikes und Pedelecs befeuern den Fahrradboom.

Fit und gesund durch Radfahren

Alle, die Ausdauer, Kraft, Koordination und Beweglichkeit trainieren möchten, sind mit dem Fahrrad gut unterwegs. Diese Fortbewegungsart ist ideal, um leistungsfähig zu bleiben – und gleichzeitig schont sie die Umwelt.

Mit einem E-Motor als Unterstützung kann jeder seinem Fitness- und Leistungsstand entsprechend passende Touren fahren. Wer einen Dachträger auf dem Auto hat oder nachträglich montiert, muss dabei nicht vor der Haustür starten: Mit Pkw und Fahrradhalter lassen sich mühelos verschiedene Startpunkte für Radtouren in der Region erreichen.



Schließlich kommen Naturfreunde in Thüringen mit zahlreichen geschichtlichen und kulturellen Highlights voll auf ihre Kosten. Das klimatisch besonders begünstigte Gebiet rund um Jena wird nicht umsonst auch „Toskana des Ostens“ genannt. Die attraktive, hügelige und waldreiche Landschaft lässt sich wunderbar mit dem Rad erfahren.

Mit dem Rad zur Arbeit und in die Stadt

Nicht nur wegen der gesunden Bewegung beim Radfahren und wegen des hohen Freizeitwerts machen Fahrradgeschäfte dieses Jahr Rekordumsätze. Aufgrund der steigenden Luftverschmutzung und Verkehrsbelastung nutzen immer mehr Menschen das Zweirad auch für den Arbeitsweg.

Und immer öfter bieten Arbeitgeber ihren Mitarbeitern günstige Leasingfahrräder an. Wer den Weg zur Arbeit teils mit dem Fahrrad, teils mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegt, für den ist ein leichtes, handliches Klapprad gut geeignet. Die Parkplatzsuche entfällt bei der Anreise mit Fahrrad und ÖPNV ebenfalls.



Für Besorgungen in der Stadt werden inzwischen unterschiedliche Varianten von Lastenfahrrädern angeboten, die einiges an Volumen und Gewicht transportieren können. Auch diese gibt es mit E-Motoren, die es dann erleichtern, mit den Einkäufen auch längere Strecken mit Anstiegen zurückzulegen.

Lastenfahrräder tragen mit dazu bei, die urbane Mobilität zu revolutionieren. Mit Cargo-E-Bikes lassen sich sogar Lasten bis zu 200 Kilogramm befördern.

Die Fahrradhersteller und -händler hoffen für die kommenden Jahre darauf, dass in Großstädten eine Verlagerung des Verkehrs vom Pkw auf Fahrräder – mit oder ohne E-Motor – stattfindet.



Laut Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) werden bei rund der Hälfte aller Autofahrten weniger als fünf Kilometer zurückgelegt, bei einem Viertel sogar weniger als zwei Kilometer. Diese Distanzen lassen sich auch bequem mit dem Fahrrad bewältigen.

Wer an seinem Fahrrad mal einen Platten hat, dem sei das Reparier-Café Jena empfohlen: Dort werden gemeinschaftlich und leidenschaftlich kaputte Dinge repariert.

Radfahren als Sport

Rennrad, Gravelbike, Mountainbike und Trekkingrad sind für sportlich ambitionierte Radler geeignet. Die Auswahl ist riesig, mittlerweile sogar fast etwas unübersichtlich. Wer sich zum Beispiel ein neues E-Mountainbike anschaffen möchte, sollte dafür seinen individuellen Bedarf kennen und berücksichtigen.



Die entscheidenden Kriterien sind neben dem Preis auch das Handling, Uphill- und Downhill-Qualitäten sowie die Touren-Performance. Darüber hinaus spielen bei der Kaufentscheidung Design, Motor-Performance, Akku-Konzept, Gewicht, Fahrwerk, Reifen und weitere Faktoren eine Rolle.

Die sportlichen Radfahrer tendieren verständlicherweise eher zum Kauf hochwertiger und langlebiger Modelle. Auch in diesem Segment steigen Absatz, Produktion, Import sowie Export von E-Bikes.

Der ZIV rechnet damit, dass langfristig insgesamt ein Drittel der Radfahrer auf E-Modelle umsattelt. In jedem Fall garantiert das Radfahren einen gesunden, nachhaltigen und zweckmäßigen Fahrspaß für alle!

Text: Susann Schmidt