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Weiterer Neuinfektionen vorbeugen

Jena erweitert erneut die Risikogebiete

Weiterer Neuinfektionen vorbeugen: Die Stadt Jena hat ihre Allgemeinverfügung für die Rückkehrer aus Risikogebieten verschärft.
Weiterer Neuinfektionen vorbeugen: Die Stadt Jena hat ihre Allgemeinverfügung für die Rückkehrer aus Risikogebieten verschärft. Foto: Stadt Jena
Eindämmung der Einschleppung hat Priorität: Die Stadt Jena hat ihre Allgemeinverfügung für die Rückkehrer aus Risikogebieten verschärft und beugt damit weiteren Neuinfektionen im Stadtgebiet vor.

Jena. Neben den definierten Risikogebieten laut Robert-Koch-Institut, haben in Jena nicht nur Spanien, Österreich, Frankreich, Schweiz und die Vereinigten Staaten, sondern auch Großbritannien sowie die Bundesländer Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg Gültigkeit für alle Rückkehrer. 
 
Für alle Einwohnerinnen und Einwohner Jenas, die sich in den letzten 14 Tagen in einem der Länder oder Gebiete aufgehalten haben, wird eine 14-tägige häusliche Quarantäne angeordnet.
 
Es besteht Meldepflicht. Teilen Sie Ihren Namen, Ihren Aufenthalt, Kontaktpersonen und Rückrufmöglichkeit unter: +49 3641 493333 oder corona@jena.de mit.

„Wir müssen es schaffen, den Anstieg der Neuinfektionen mit weiteren Maßnahmen einzudämmen. Das exponentielle Wachstum der Ausbreitung zu verlangsamen, hat höchste Priorität. Auch der Einschleppung muss weiterhin mit Entschiedenheit entgegengewirkt werden.

Daher rufe ich alle Jenaer Bürgerinnen und Bürger, die Rückkehrer aus den besonders von der Infektionsausbreitung betroffenen Staaten und Regionen auf, sich selbst für 14 Tage in häusliche Quarantäne zu begeben.



Neben den von uns als Stadt zusätzlich definierten Risikogebieten sollten auch die anderen europäischen Staaten, insbesondere jene mit steigenden Fallzahlen, wie die Niederlande, Belgien oder die skandinavischen Länder aus dem Blick geraten.

Es ist in diesen Fällen anzuraten, sich in freiwillige Quarantäne zu begeben“ verdeutlicht Sicherheitsdezernent und Stabsleiter Benjamin Koppe den Ernst der aktuellen Lage.

Deutschland müsse inzwischen selbst als Risikogebiet angesehen werden.

Zudem sind nach Auffassung Koppes die politischen Abstimmungswege, insbesondere auf Landesebene, zu verkürzen:

„Es werden zu viele Pirouetten gedreht. Ich erwarte eine klarere Linie seitens der Landesregierung. Es stehen Menschenleben auf dem Spiel. Die aktuelle Anzahl der Neuinfektionen bietet lediglich ein Blick in die Vergangenheit.

Inzwischen hat sich das neue Sars-Coronavirus weiter ausgebreitet. Und dabei liegt Jena aufgrund der Uniklinik-Nähe, einer guten Zusammenarbeit mit der Kassenärztlichen Vereinigung und einem personell gut aufgestelltem Gesundheitsamt, auch in der Diagnostik und damit in der Erfassung der Fallzahlen ganz vorn.



In den umliegenden Gebietskörperschaften und anderen Teilen Thüringens ist hingegen von einer höheren Dunkelziffer auszugehen. Das birgt die Gefahr, dass das zu erwartende Ausmaß der Krise auch durch politische Entscheidungsträger immer noch unterschätzt wird.“
 
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im städtischen Gesundheitsamt würden ohne Pause, rund um die Uhr, an der Erfassung der Ergebnisse der PCR-Tests und der Ermittlung von Kontakten der Infizierten und potenziell Infizierten arbeiten. Der Rückverfolgung des Ausbreitungsweges des Virus komme eine enorme Bedeutung zu.

„Ich teile die klare Auffassung des Fachdienstes zu noch drastischeren Maßnahmen eins zu eins. Wir begeben uns in Thüringen und in Deutschland insgesamt in eine katastrophale Situation. Es ist reine Mathematik, denn die Infizierten von heute sind die Verstorbenen in einem Monat“, so Koppe abschließend.

Quelle: Stadt Jena

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