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Welt-Kopfschmerztag

Uniklinikum Jena: Aktionstag gegen den Schmerz

Deutschlandweit leiden etwa 70 Prozent der Menschen an chronischem Kopfschmerz.
Deutschlandweit leiden etwa 70 Prozent der Menschen an chronischem Kopfschmerz. Foto: Michael Baumgarten/Archiv

„Aktionstag gegen den Schmerz“: Informationsveranstaltung am Donnerstag im Mitteldeutschen Kopfschmerzentrum am Uniklinikum Jena.

Jena. Kopfschmerzen sind weit verbreitet: etwa 70 Prozent der Deutschen leidet wiederkehrend daran, fünf Prozent sogar täglich. Damit zählen sie zu den häufigsten gesundheitlichen Beschwerden in Deutschland.

Wie Kopfschmerzen und vor allem der Migränekopfschmerz entsteht und welche innovativen Behandlungsmöglichkeiten es gibt, zeigen die Experten des Mitteldeutschen Kopfschmerzzentrums Jena am Universitätsklinikum Jena (UKJ) anlässlich des Welt-Kopfschmerztages am 5. September Betroffenen und Angehörigen bei einer Informationsveranstaltung auf.

„In den letzten Jahren gab es neue Erkenntnisse über die Ursachen der Migräne, die zur Entwicklung neuer, sehr gut wirksamer und verträglicher Medikamente geführt haben“, sagt Oberarzt Dr. Peter Storch, Leiter des Mitteldeutschen Kopfschmerzzentrums am UKJ.  Bei Migräneattacken wird vermehrt der Botenstoff Calcitonin-Gene-Related-Peptide (kurz CGRP) im Körper freigesetzt.



Neue Medikamente setzen genau dort an: sie binden an das Entzündungsprotein und reduzieren damit die Migräneattacken. Das Team um Dr. Storch geht im Rahmen der Patientenakademie auf die Anwendung, Therapieeffekte und Sicherheit der neuen Medikamente ausführlich ein. 

Sport, Entspannung und weniger Stress helfen

„Diese neuen Medikamente sind auch gerade für schwer betroffene Kopfschmerzpatienten gut geeignet, bei denen andere Therapiemethoden bisher erfolglos waren“, sagt Dr. Storch.

Der Schmerztherapeut betont jedoch ausdrücklich die Wichtigkeit nicht medikamentöser Verfahren. So helfen regelmäßiger Ausdauersport, Entspannungsverfahren und Stressmanagement bei der Prophylaxe der Migräne. Dies gilt auch allgemein für Kopfschmerzen.



„Wichtig ist, dass jeder Betroffene eine Therapie erhält, die individuell auf ihn zugeschnitten ist“, so Dr. Storch. So wie am Mitteldeutschen Kopfschmerzzentrum Jena, an dem Patienten mit allen Arten von Kopfschmerzen behandelt werden.

Das Zentrum besteht seit 2008 und ist die erste schmerztherapeutische Einrichtung in Thüringen, in der sowohl ambulante als auch teilstationäre und stationäre Behandlungsangebote bestehen.

Zertifizierte Behandlungsqualität am Mitteldeutschen Kopfschmerzzentrum

Als bundesweit erste Einrichtung wurde das Mitteldeutsche Kopfschmerzzentrum von der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) erfolgreich in der Kategorie der höchsten Versorgungsstufe (Level 3) zertifiziert.

Hiermit wurde dem Zentrum eine Behandlung auf höchstem Qualitätsniveau bescheinigt. Die interdisziplinäre und sektorenübergreifende Versorgung im Kopfschmerzzentrum geschieht in enger Kooperation mit einem Netzwerk niedergelassener und stationär tätiger Schmerztherapeuten aus Thüringen und den angrenzenden Bundesländern.

Termin auf einen Blick:

Patientenakademie der Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum Jena
Thema: Kopfschmerz

5. September 2019, 17:00 – 19:00 Uhr

Hörsaal 1
Universitätsklinikum Jena
Am Klinikum 1
07747 Jena

Text: Anne Curth/UKJ

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