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Stichwahl nötig

OB-Wahl in Jena: Schröter vor Ablösung?

Wer hätte das vor der OB-Wahl gedacht? Amtsinhaber Albrecht Schröter (SPD) muss in der Stichwahl gegen Thomas Nitzsche (FDP) antreten. Im 1. Wahlgang konnte der Stadtrat den Amtsinhaber sogar deutlich hinter sich lassen.
Wer hätte das vor der OB-Wahl gedacht? Amtsinhaber Albrecht Schröter (SPD) muss in der Stichwahl gegen Thomas Nitzsche (FDP) antreten. Im 1. Wahlgang konnte der Stadtrat den Amtsinhaber sogar deutlich hinter sich lassen. Foto: Fotorechte bei Nitzsche und Schröter (Wahlplakat)

Mit einer Sensation endete der 1. OB-Wahlgang in Jena. Stadtrat Thomas Nitzsche (FDP) gewinnt mehr Stimmen als Amtsinhaber Albrecht Schröter. Beide treten am 29. April zur Stichwahl an.

Jena. Rhythmisches Klatschen und “Thomas, Thomas“-Rufe erschallen vor dem Historischen Rathaus. Die versammelte FDP-Garde hat Grund zum ausgelassenen feiern. Ihr Kandidat Thomas Nitzsche steht schon vor dem Ende der Stimmenauszählung als Gegner von OB Albrecht Schröter (SPD) in der Stichwahl am 29. April fest.

Nicht nur dieses Resultat kommt einer politischen Sensation gleich. Der FDP-Stadtrat konnte völlig überraschend den Amtsinhaber mit 26,9 zu 24,5 Prozent deutlich distanzieren.

Quelle: Stadt JenaQuelle: Stadt Jena

Der von vielen in der Stichwahl erwartete CDU-Kandidat Benjamin Koppe wurde Dritter (14,1 Prozent), die Kandidatin der Linkspartei, Martina Flämmich-Winckler, folgte mit 11,2 Prozent. Die anderen fünf Kandidaten blieben deutlich unter zehn Prozent.

Stichwahl in 14 Tagen

Nun sind in zwei Wochen nochmals rund 83.000 Wahlberechtigte aufgerufen, von ihrem Stimmrecht Gebrauch zu machen. Im ersten Wahlgang betrug die Beteilung 53,3 Prozent (2012: 46 Prozent).

Schröter wahrte, wenn auch nach diesem vorläufigen Debakel sichtlich mit Mühe, die Contenance. „Ich hätte mir ein anderes Ergebnis gewünscht. Ich bin guten Mutes, die Stichwahl zu gewinnen. Kommt es anderes, ist es auch o.k“, gab Schröter zu Protokoll. Vor sechs Jahren konnte Schröter 48,8 Prozent erreichen.

Nietzsche, der 2012 nur auf 2,4 Prozent der Stimmen gekommen war, kommentierte seinen Überraschungssieg mit den Worten: „Ich bin für einen Wechsel an der Stadtspitze angetreten. Alle, die diesen Wechsel wollen, können mich wählen.“

Alt-OB und FDP-Mitglied Peter Röhlinger verwies auf die „Verantwortung, die uns die Wähler übertragen haben: ‚Macht was draus‘“.

Text: Andreas Wentzel

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