Verdopplung

Elektromobilität in Jena startet voll durch

Nach Angaben der Stadtwerke Energie befinden sich am Eichplatz die „Lieblings-Ladesäulen“ von Jena. Von circa 15.000 Ladevorgängen in der Stadt im vergangenen Jahr wurde allein hier 3.800 Mal Ökostrom getankt.
Nach Angaben der Stadtwerke Energie befinden sich am Eichplatz die „Lieblings-Ladesäulen“ von Jena. Von circa 15.000 Ladevorgängen in der Stadt im vergangenen Jahr wurde allein hier 3.800 Mal Ökostrom getankt.
Foto: Stadtwerke Jena
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Elektromobilität in Jena startet voll durch: Verdopplung bei E-Fahrzeugen, E-Ladepunkten und Ladevorgängen.

Jena. Starker Zuwachs bei allen Aspekten zur Elektromobilität in Jena: Die Zahlen der zugelassenen Elektrofahrzeuge, der Ladevorgänge und der Ökostrom-Ladepunkte der Stadtwerke Energie haben sich im vergangenen Jahr verdoppelt.

Waren Ende 2020 noch rund 500 Elektroautos (vollelektrisch und Plug-In-Hybrid) in der Saalestadt angemeldet, sind es aktuell circa 1.000 E-Fahrzeuge.


Parallel legte die Ladeinfrastruktur zu: Die vor einem Jahr etwa 100 privaten, öffentlichen, halböffentlichen und gewerblichen Ladepunkte wurden durch die Stadtwerke Energie binnen eines Jahres auf 200 aufgestockt.

Lag der Schwerpunkt zuletzt auf der Errichtung von Ladepunkten für Unternehmen der Region, erkennen nun zunehmend auch Wohnungsanbieter den Mehrwert für ihre Mieter und setzen auf den Aufbau von Ladepunkten in ihren Quartieren.


„Der Elektro-Trend startet in Jena gerade voll durch. Immer mehr Menschen nutzen die Gelegenheit, an unseren Ladepunkten Ökostrom zu tanken und so Teil der Verkehrswende zu sein. Unser mittlerweile seit elf Jahren angelegtes Ausbauprogramm wird damit in seinem Erfolg bestätigt“, sagt Gunar Schmidt, Geschäftsführer der Stadtwerke Energie Jena-Pößneck.

Der allgemeine Trend zum E-Auto macht sich dabei auch bei der Nutzung der Ladepunkte bemerkbar: Circa 15.000 Ladungen wurden 2021 an den Ökostrom-Tankstellen der Stadtwerke Energie durchgeführt, im Jahr davor waren es noch weniger als 7.000 Vorgänge.


Dabei tankten die E-Autofahrer binnen des letzten Jahres 224.000 Kilowattstunden Ökostrom. Das entspricht umgerechnet 1.000 klimaneutralen Fahrten von Jena nach Rostock und zurück sowie 200 Tonnen eingespartem CO2 im Vergleich zu Fahrten mit Benzin-Motor.

„Eine flächendeckende Ladeinfrastruktur ist die Basis für den Umstieg auf die Elektromobilität – deshalb setzen wir auch weiterhin auf den Ausbau“, sagt Gunar Schmidt. Mindestens 140 neue Ladepunkte wollen die Stadtwerke Energie auch in diesem Jahr in Jena errichten.


Die Standorte der neuen Ladepunkte werden dabei in enger Abstimmung mit dem Dezernat Stadtentwicklung bestimmt.

Bürgermeister Christian Gerlitz sagt: „Elektromobilität wird immer mehr zum Antrieb für klimafreundlichen Individualverkehr. Deshalb wird der Ausbau der Ladeinfrastruktur in unseren städtischen Infrastrukturprojekten konsequent mitgedacht. Unter anderem das neue Parkhaus am Inselplatz, die neue Bibliothek und der Bürgerservice, die Schwimmhalle in Lobeda und das Smarte Quartier Jena-Lobeda werden mit Elektro-Ladepunkten ausgestattet.“

Kommunale Projektgruppe „Elektromobilität Jena 2030“ bündelt alle Aktivitäten

Die kommunale Projektgruppe „Elektromobilität Jena 2030“ bringt seit 2017 Entscheider aus Politik und Verwaltung, aus verschiedenen Stadtwerke-Unternehmen, städtischen Eigenbetrieben, Wirtschaft und Forschung und Wohnungsgesellschaften an einen Tisch.


Das Projekt bündelt alle lokalen Aktivitäten zum Ausbau der Elektromobilität und schafft die technischen und organisatorischen Voraussetzungen, damit im Jahr 2030 die für Jena prognostizierten 14.000 Elektroautos durch die Stadt rollen können.

Neben dem Ausbau der Lade-Infrastruktur stehen auch die Vorbereitung des Stromnetzes auf die steigende Zahl von Ladevorgängen und die Umrüstung der eigenen Fuhrpark-Bestände auf E-Fahrzeuge im Fokus.


Weiterer Schwerpunkt ist die im Jahr 2020 begonnene „Elektrifizierung“ der Busse des Jenaer Nahverkehrs. Für dieses Jahr ist die Beschaffung weiterer E-Busse geplant, die in 2023 in den Linienbetrieb gehen sollen. 

Quelle: Stadtwerke Jena

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