Gegen das Vergessen

Jena gedenkt der Opfer des Nationalsozialismus

Am Mahnmal auf dem Heinrichsberg gedachten die Stadtspitze, Mitglieder des Stadtrates und Bürger gemeinsam der Verwaltung der Opfer der NS-Diktatur.
Am Mahnmal auf dem Heinrichsberg gedachten die Stadtspitze, Mitglieder des Stadtrates und Bürger gemeinsam der Verwaltung der Opfer der NS-Diktatur.
Foto: Stadt Jena
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Zum Holocaust-Gedenktag hat Jena am Donnerstag an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert.

Jena. Mit einer Kranzniederlegung und Schweigeminute haben in Jena Vertretende der Stadtgesellschaft den Opfern des Nationalsozialismus gedacht.

Am heutigen 27. Januar vor 77 Jahren wurde von der Roten Armee das KZ Auschwitz-Birkenau befreit.


Oberbürgermeister Thomas Nitzsche erinnerte in seiner Rede an die Einzelschicksale, welche sich hinter den unfassbaren Opferzahlen verbergen.

Es müsse immer hinterfragt werden, wie es zu den mörderischen Taten kam und wer hierfür die Verantwortung trägt: Zu Jenaer Opfern gehören Jenaer Täter.

Wenn sich in der Gegenwart Menschen gelbe Sterne an die Brust heften und in der Pandemie Parallelen zu Deutschland vor 90 oder 80 Jahren ziehen, so ist das eine unglaubliche Verhöhnung der Opfer der nationalsozialistischen Diktatur.

Es braucht unverändert viel Engagement, dass die Ereignisse und Verbrechen des Nationalsozialismus und des 2. Weltkrieges nicht vergessen werden.

Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee das Konzentrations­lager Auschwitz. Dieser Tag wurde zum Symbol für eine wachsame Erinnerung an die national­sozialistischen Verbrechen.

Seit dem Jahr 1996 ist der 27. Januar in Deutschland offizieller „Tag des Gedenkens an die Opfer des National­sozialismus“.

Rede des Jenaer Oberbürgermeisters Dr. Thomas Nitzsche

Quelle: Stadt Jena

© Jenaer Nachrichten

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