Heftiger Gegenprotest

Corona-Protest: Hunderte "spazierten" wieder durch Jena

Corona-Protest am Montagabend: In Jena wurde mal wieder gegen die Covid-19-Maßnahmen "spaziert".
Corona-Protest am Montagabend: In Jena wurde mal wieder gegen die Covid-19-Maßnahmen "spaziert".
Foto: Ben Baumgarten
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Erneut zogen hunderte "Spaziergänger" gegen die derzeitige Corona-Politik durch Jenas Innenstadt. Heftiger Gegenprotest durch Bündnis "Jena solidarisch".

Jena. Wenn in der vergangenen Woche noch mehrere Hundertschaften der Bundespolizei den wiederholten unangemeldeten "Corona-Spaziergang" in Jenas Innenstadt stoppen konnte, gelang es an diesem Montag nicht.

Wiederum waren etwa 800 Gegner der derzeitigen Corona-Politik wie aus dem Nichts auf dem Holzmarkt aufgetaucht und setzten ihren Protestzug quer durch das Stadtzentrum in Bewegung.


Erneut glich es einem Katz-und-Maus-Spiel zwischen der Polizei und den Demonstranten. Die diesmal scheinbar unterbesetzte Polizei versuchte mit Schließung von Kreuzungen den Marsch zu stoppen, aber eher ohne Erfolg.

Die Teilnehmer zogen Zickzack durch Jenas Gassen und Straßen. Der Verkehr kam zeitweise zum Erliegen.


Auch mehrere Blockaden von Teilnehmern des Bündnisses "Jena solidarisch" konnten dem Zug kein Ende setzen. Sie hatten zuvor mit drei angemeldeten Demos ihren Unmut gegen die "Spaziergänger" und zugunsten der Schutzmaßnahmen deutlich gemacht.

Nach Aussage der Polizei konnten auf dem Parkplatz Am Rähmen etwa 100 "Spaziergänger" eingekesselt werden, um die Personalien für Ordnungswidrigkeitsanzeigen aufzunehmen. Zu weiteren größeren Zwischenfällen soll es nicht gekommen sein.

Text und Fotos: Ben Baumgarten

 

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