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BARMER 2. Basketball Bundesliga

Heimspiel in Jena: Science City empfängt Rostock

Science City Jena hofft auf eine volle, lautstark anfeuernde und leidenschaftlich mitgehende Sparkassen-Arena.
Science City Jena hofft auf eine volle, lautstark anfeuernde und leidenschaftlich mitgehende Sparkassen-Arena. Foto: Jürgen Scheere/Archiv

Standortbestimmung 'Bauermänner': Science City Jena empfängt am morgigen Mittwochabend die Rostock Seawolves in der Sparkassen-Arena.

Jena. Mit einem Heimspiel gegen die Rostock Seawolves startet Science City Jena am Mittwochabend um 19.30 Uhr in die nächste englische Woche der BARMER 2. Basketball Bundesliga. Die Thüringer empfangen mit den Norddeutschen Gästen sowohl einen spielstarken Kontrahenten als auch eine der bekanntesten Persönlichkeiten des deutschen Bundesliga-Basketballs.

Kurz nach dem Jahreswechsel, am 7. Januar 2020, ließen die Rostock Seawolves hinsichtlich einer Meldung zur Neubesetzung ihres Trainerstuhls ganz Basketball-Deutschland die Augenbrauen heben.

Was war passiert? Nachdem man sich vom bisherigen Headcoach Milan Škobalj getrennt hatte, dauerte es knapp 120 Minuten, bis das Bild von Ex-Bundestrainer und Europavizemeister-Coach Dirk Bauermann (2005) die Homepage der Hansestädter zierte.



Ob die Seawolves in dieser Zeit noch einmal an der Tankstelle waren, um das koffeinhaltige Lieblingsgetränk des 62-jährigen Basketball-Fachmanns zu besorgen, ist unterdessen nicht überliefert.

Während der zuletzt in der Türkei arbeitende 9-fache Deutsche Meister (als Cheftrainer mit Bayer Leverkusen und GHP bzw. Brose Bamberg) an diesem Tag bei den Ostseestädtern anheuerte, seine eindrucksvolle Vita um ein im Vergleich zu den 90ern eher sportliches Leichtgewicht erweiterte, war das mediale Echo gewaltig.

Nachdem das Raunen im Blätterwald mittlerweile längst dem Liga-Alltag gewichen ist und auch die virtuelle Basketball-Community in Deutschland den ersten Überraschungs-Infarkt gut verarbeitet zu haben scheint, feierten die Seewölfe am 15. Januar gegen Kirchheim ihren ersten Erfolg als „Bauermänner“.



Diesem Sieg folgten mittlerweile noch zwei weitere Positiverlebnisse gegen Karlsruhe (80:70) und Leverkusen (92:85) und so darf getrost davon ausgegangen werden, dass der Trainer der Rostocker nicht nur aufgrund der schönen Strände an die Küste wechselte.

Natürlich wird Dirk Bauermann als akribischer Arbeiter nichts unversucht lassen, die strukturell bereits fast schon auf BBL-Niveau agierenden Hansestädter zu entwickeln.

Dementsprechend dürfte die aktuelle Platzierung auf Rang 11 mit Blick auf die Borderline der Playoff-Plätze lediglich eine Momentaufnahme sein. Bereits vor der Saison als einer der heißeren Anwärter für die Post-Season geltend, dürfte sich das heutige Duell zu einer hart zu knackenden Nuss entwickeln, für die passendes Werkzeug hilfreich wäre.

Die richtigen Werkzeuge, übertragen auf den Mittwochabend, sind natürlich sportlicher Natur und tragen die Leibchen mit dem Stadtwerke-Logo.

Nachdem Jenas Bundesliga-Riesen in den zurückliegenden Wochen von einer Ausfallwelle der härteren Art getroffen wurden, zuletzt neben Oliver Mackeldanz und Lars Lagerpusch selbst Kapitän Dennis Nawrocki aufgrund muskulärer Probleme in der Wade präventiv pausieren musste, hofft Science City im Duell gegen Rostock zumindest auf die Rückkehr seines Käptn's.

Unterdessen werden Jenas beide Neuzugänge Kamau Stokes und Kavin Gilder-Tilbury ihre Heimpremiere feiern und nach Ende der 40 Minuten hoffentlich auch einen Grund haben, dies mit einem Lächeln zu tun.

„Ich kenne Dirk ziemlich gut, seit 1980, als wir beide noch jung waren. Erst ist ein sehr guter und erfahrener Trainer, der viel erlebt hat und mit seinen Teams zahlreiche Titel gewinnen konnte.

Für uns macht es die Aufgabe am Mittwochabend gegen Rostock natürlich nicht einfacher. Wir erwarten ein physisches Duell, dass in erster Linie von den Verteidigungen beider Mannschaften geprägt sein wird.



Unser Ziel wird es sein, intensiv dagegenzuhalten und uns am Ende durchzusetzen, um mit einem Heimsieg das Parkett verlassen zu können. Sie haben mit Zachary Lofton einen sehr guten Spieler nachverpflichtet, der in seinem ersten Auftritt 30 Punkte erzielt hat.

Das heißt, die Mannschaft hat sich noch einmal zusätzlich verstärkt. Wir nehmen Rostock sehr ernst, wobei der aktuelle Tabellenplatz eine nur untergeordnete Rolle spielt“, sagt Jenas Trainer Steven Clauss vor dem Schlagabtausch mit Blick auf die SEAWOLVES.

„Wir müssen rausgehen und richtig gut spielen, nicht nur spielen wie bei den Dragons. Wir wissen noch nicht, ob Dennis am Mittwoch wieder dabei sein kann. Eventuell laufen wird mit derselbe Besatzung auf, die uns am letzten Wochenende im Artland zu Verfügung stand. Auch wenn sein Ausfall ein herber Verlust wäre, müssen wir, muss die Mannschaft, am Ende des Tages derartige Situationen bewältigen können.

Es kann und darf da auch keine Ausreden geben. Die anderen Spieler sind gefordert, müssen besser spielen und einen Zacken drauflegen“, erwartet Clauss von der Jenaer Mannschaft am Mittwochabend eine kollektive Reaktion.

Tickets: Eintrittskarten zu dieser Partie des 24. Spieltages der BARMER 2. Basketball Bundesliga sind sowohl an allen Vorverkaufsstellen als auch hier online erhältlich.

Live-Übertragung: Basketball-Anhänger aus Rostock, die es unter der Woche nicht nach Jena schaffen und Fans von Science City, die sich das Live-Event in der Sparkassen-Arena entgehen lassen (müssen), haben die Möglichkeit, ab 19.15 Uhr über diesen Link auf Airtango mitzufiebern.

Text: Tom Prager

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