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Überraschung blieb aus

Jena scheitert im DFB-Pokal an Aue

Jena scheitert im DFB-Pokal an Aue
Jena scheitert im DFB-Pokal an Aue Foto: Michael Baumgarten

Der FC Carl Zeiss Jena muss sich in der 1. Runde des DFB-Pokals knapp dem Zweitligisten FC Erzgebirge Aue mit 0:1 geschlagen geben.

Jena. Erwartungsfroh schauten knapp 9.000 Zuschauer dem Ost-Pokal-Duell entgegen. Die meisten hofften auf eine Überraschung durch den gastgebenden Underdog. Endlich war auch mal wieder in der Südkurve Stimmung, allerdings vor allem durch die vollbesetzte Gästetribüne der Veilchen-Fans.

Der FCC zeigte von Beginn an, dass er dem Zweitligisten das Leben so schwer wie möglich machen wollte. In der ersten Hälfte von Halbzeit eins war der Gastgeber spielbestimmend und erarbeitete sich mehr Chancen. Velimir Jovanovic von der Strafraumgrenze (5.) und mit Rückzieher-Versuch (10.) Alexander Hettich mit Aufsetzerball, der Gästetrorwart Martin Männel in Schwierigkeiten brachte (9.) und Vitalij Lux mit abgefälschtem Kopfball (13.) ergaben sich Führungsmöglichkeiten. Erst danach konnte sich Aue etwas aus der Umklammerung befreien und kam zu eigenen Möglichkeiten. Jenas Keeper Raphael Koczer musste erstmals ernsthaft in der 28. Minute eingreifen, als er gegen Romario Kotzorg aus Nahdistanz rettete. Später war er allerdings machtlos, als Solomon Okoronkwo, der nach schnellem Spiel über links von Henri Anier bedient wurde, mit feiner Einzelleistung flach vollendete (39.).

Direkt mit der ersten Aktion nach dem Seitenwechsel tauchte Tino Schmidt in aussichtsreicher Position frei vor Männel auf, der jedoch parierte (46.). Jena hatte weiterhin mehr vom Spiel, kämpferisch ganz toll drauf. Aue lauerte auf Konter, wie bei der Chance von Arvydas Novikovas, aber Koczer war mit den Fäusten da (57.).

Duell der Kapitäne: Daniel Rupf (8/FCC) und Rene Klingbeil (15/FCE)Duell der Kapitäne: Daniel Rupf (8/FCC) und Rene Klingbeil (15/FCE)

Für Jena hatten Tino Schmidt (58.) und Yves Brinkmann weitere Chancen, Torjubel gab es dann in der 68. Minute. Allerdings zu früh, da Jovanovics Treffer nicht anerkannt wurde – berechtigt, da er bei Hettichs Torschuss, den Männel abklatschte, im Abseits stand. Hettich gab noch zwei Fernschüsse ab, erst ein Freistoß in die Mauer, dann übers Tor (81.). In den letzten Minuten brachte der Zweitligist den knappen Sieg clever und routiniert ins Ziel. Jena bot sich trotz Bemühungen keine richtig gute Torchance mehr.

Trainerstimmen:

Falko Götz (Aue): „Glückwunsch an Jena, sie haben uns alles abverlangt. Es war das erwartet schwere Spiel. Wir sind eine Runde weiter, alles andere wird intern geregelt. Zum Schluss, als es darum ging, das Ergebnis zu halten, haben wir phasenweise vernünftigen Fußball gespielt.“

Lothar Kurbjuweit (Jena): „Ich wollte eigentlich in der zweiten Runde noch dabei sein. Wir haben lange Zeit eine richtig gute Leistung gezeigt, nur mit der Chancenverwertung haben wir geschludert. Da zeigt sich dann doch der Klassenunterschied. Man kann diesmal trotz der Niederlage mit dem guten Gefühl nach Hause gehen, dass die Mannschaft alles gegeben hat.“

Jena: Koczor - Krstic, Klippel, Becken, Giebel; Rupf; Schmidt, Hettich, Brinkmann (66. Ströhl); Jovanovic, Lux (66. Wiezik)

Aue: Männel; Miatke, Gonzalez, Klingbeil, Schult; Diring; Kortzorg (71. Luksik),  Fink (72. Schröder), Novikovas (86. Löning); Okoronkwo, Anier

Tore: 0:1 Okoronkwo (39.)

Schiedsrichter: Willenborg (Osnabrück)

Zuschauer: 8745

Text: Steffen Langbein
Fotos: Michael Baumgarten

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