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Vertrauen zurückgewinnen

Uluc-Brief an die Mitglieder des FC Carl Zeiss Jena

Einen handschriftlich verfassten Brief von Jenas Cheftrainer Volkan Uluc erhielten in den letzten Tagen die Mitglieder des FC Carl Zeiss Jena.
Einen handschriftlich verfassten Brief von Jenas Cheftrainer Volkan Uluc erhielten in den letzten Tagen die Mitglieder des FC Carl Zeiss Jena. Foto: Michael Baumgarten

Ungewöhnliche Post und dazu noch als althergebrachte Papiervariante erhielten dieser Tage die Mitglieder des FC Carl Zeiss Jena. Absender ist Volkan Uluc, seit Dezember 2014 der neue Chef auf Jenas Trainerbank.

Jena. Der dritte Trainer der laufenden Saison versucht sich vor dem ersten Pflichtspiel 2015 gegen Hertha BSC II am 21. Februar als Motivator außerhalb der Mannschaftskabine, um nach dem bislang völlig enttäuschenden Saisonverlauf verloren gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen. "Alles raushauen" werde die Mannschaft in den verbleibenden 14 Spielen bis Saisonende, verspricht Uluc in seinem handschriftlich verfassten Brief.

Angesichts des 4. Tabellenplatzes mit bereits 7 Punkten Rückstand auf die beiden führenden Teams FSV Zwickau und Wacker Nordhausen ist Uluc Realist genug, überzogene Erwartungen vermeiden zu müssen. "Favoriten auf den einzigen Relegationsplatz", schreibt der gebürtige Berliner türkischer Abstammung, "sind freilich andere." Dennoch wolle man "nichts verschenken", auch wenn "nicht alles gelingen" werde.

Uluc und der Verein belassen es nicht beim ideellen Appell an die Fantreue. Am Samstag werden den Mitgliedern gegen Vorlage des Schreibens für ein Ticket gleich in welcher Platzkategorie 50 Prozent Rabatt gewährt.

Laut Ostthüringer Zeitung hat das Präsidium des FC einen Vertrag mit Fangruppierungen geschlossen, der über einen Fanbeirat den Fans ein Mitspracherecht bei Entscheidungen zur Vereinsentwicklung einräumen soll. Bereits zum anstehenden Heimspiel wollen die Ultras der "Horda Azzuro" ihren bisherigen Stimmungsboykott beenden. Auf der nächsten Mitgliederversammlung soll mittels Satzungsänderung diesen Beirat als beratendes Gremium offiziell anerkennen.

Text: Andreas Wentzel

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