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Aufstiegsträume begraben

Herbe Niederlage im Ost-Derby für Jena

Herbe Niederlage im Ost-Derby für Jena


Der FC Carl Zeiss Jena kassiert im Spitzenspiel der Regionalliga eine klare Niederlage. Vor 5.595 Zuschauern verliert der FCC sein Heimspiel gegen den 1. FC Magdeburg mit 1:4.


Jena. Welch ein schöner (Fußball-) Tag im altehrwürdigen Jenaer Ernst-Abbe-Sportfeld. Überzeugender Sieg im Duell zweier ostdeutscher Traditionsvereine, tolle Atmosphäre auf den Rängen, lautstarke Fan-Unterstützung der eigenen Mannschaft, ein überzeugender Auftritt, vor allem in der zweiten Halbzeit - alles leider Attribute, die nicht auf den gastgebenden FCC, sondern auf den Gast aus Magdeburg zutrafen.

Auf der anderen Seite – ein Gastgeber-Team, welches in der ersten Halbzeit die Partie noch ausgeglichen und offen gestaltete, aber in der zweiten Hälfte klar unterlegen war und verdient verlor. FCC-Fans in der Südkurve, die immer noch schmollen und ihre Mannschaft weiterhin nur schweigend „unterstützen“.

Blaue Nebelschwaden zum Spielbeginn aus dem Gästeblock.


Die blauen Rauchschwaden aus dem FCM-Fanblock (allerdings einziges Manko der Gästefans an diesem Tag) hatten sich noch nicht ganz verzogen, stand es schon 1:0 für Magdeburg durch einen von Nico Hammann verwandelten Handelfmeter (6.). Der FCC zeigte sich aber kaum geschockt und spielte forsch nach vorn. Wenig später gelang folgerichtig der Ausgleich nach gutem Kombinationsspiel durch Tino Schmidt (9.).

Es entwickelte sich fortan ein rassiges, bissiges und gutklassiges Spiel, in dem zunächst der Gastgeber mehr Drang nach vorn entwickelte. Jena erspielte sich in dieser Phase auch ein Chancenplus, ohne allerdings daraus Kapital zu schlagen. Als Maxim Banaskiewicz schneller war als zwei Gästeverteidiger und von Felix Schiller etwa 15 Meter vor dem Strafraum gelegt wurde, warteten die meisten schon auf den roten Karton. Schieri Koslowski zückte allerdings nur Gelb - Glück gehabt, FCM.

Die klare FCC-Torchance war dahin. Für Jena kam es noch schlimmer, wenige Minuten später gingen die Gäste nach einem Eckball durch das 15. Saisontor von Christian Beck gar in Führung (33.). Bis zur Pause blieb es beim, aus Gastgeber-Sicht noch etwas unglücklichen, 1:2.

 

Nach dem Seitenwechsel kam der FCC allerdings gar nicht mehr richtig ins Spiel, während die Gäste nun mit Feld- und Chancenvorteilen aufwarteten. Folgerichtig erzielten sie durch Fabio Viteritti das vorentscheidende 3:1 (63.). Torjäger Beck machte mit seinem zweiten Tor den Sack endgültig zu (76.). Der FCC kam in der zweiten Hälfte zu keiner nennenswerten Torchance!

Feiern konnte nur noch der Gästeblock, der ganz in Weiß erschienen war. Die weißen Umhänge schneiten zehn Minuten vor dem Ende jubelnd über den Zaun. Die Magdeburger Fans dichteten kurz vor Schluss den bekannten Fangesang „Ihr könnt nach Hause fahr`n“ kreativ in „Ihr könnt nach Belgien fahr`n“ um – für einige schmollende FCC-Fans sicherlich keine gute Anregung.

 

Trainerstimmen


Andreas Petersen (FCM): „Kompliment an meine Jungs. Wir sind in den ersten Minuten gut ins Spiel gekommen. Jena hat aber nach unserer Führung bärenstark geantwortet und folgerichtig den Ausgleich erzielt. Wir haben uns da beeindrucken lassen, Jena hätte durchaus in Führung gehen können. In der zweiten Halbzeit gab es dann nur eine Mannschaft, die dominierte. Nach dem hohen Tempo von Jena in der ersten Hälfte wurden beim Gegner Beine und Kopf schwer, das kam uns da sicherlich zugute. Mit dem 3:1 war der Kuchen gegessen. Ich wünsche Jena wie Magdeburg den Sprung in die nächste Liga“.

Andreas Zimmermann (FCC): „Leider konnte meine Mannschaft sich für die starke Leistung in der ersten Halbzeit nicht belohnen. Wir haben heute mit fünf jungen Spielern gespielt, die Magdeburger Erfahrung machte heute sicherlich den Unterschied aus. Wir geben aber niemals auf.“

 

FCC: Berbig - Giebel, Grösch (63. Torunarigha), Gerlach, Krstic – T. Schmidt, Peßolat, Milchraum (81. Eismann), Kurtaj, Schlosser – Banaskiewicz (56. Bock) ,

FCM: Tischer – Hammann, Handke, Schiller, Lange – Siefkes, Puttkammer, Sowislo, Viteritti (83. Reinhard) – Fuchs (79. Steinborn), Beck (89. Beil),

 

Torfolge: 0:1 Hammann (6., Handelfmeter), 1:1 T. Schmidt (9.), 1:2 Beck (33.), 1:3 Viteritti (63.), 1:4 Beck (76.),

Schiedsrichter: Lasse Koslowski,

Zuschauer: 5.595,

Gelbe Karten: Peßolat (8.), Kurtaj (37.) – Schiller (26.), Handke (68.), Siefkes (90.).



Text: Steffen Langbein
Fotos: Michael Baumgarten

 

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