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Keine Kehrtwende

66:90 in Braunschweig: Jena mit bitterer Niederlage

Jenas Oliver Mackeldanz unter dem Korb gegen den Braunschweiger DeAndre Lansdowne.
Jenas Oliver Mackeldanz unter dem Korb gegen den Braunschweiger DeAndre Lansdowne. Foto: imago/Eibner

Mit einer ernüchternd deutlichen 66:90-Niederlage kehrt Science City Jena vom Pflichtspiel-Jahresausklang aus Niedersachsen zurück. Die Thüringer unterlagen am Sonntagabend in ihrem letzten Auftritt 2018 bei den Braunschweiger Basketball Löwen aufgrund einer schwachen ersten Hälfte.

Braunschweig/Jena. Nachdem die offensivstarken Hausherren in erster Linie durch eine starke Quote bei den Distanzwürfen bis zum Kabinengang auf 56:29 enteilen konnten, blieb Braunschweigs Verteidigung auch nach der Pause stabil genug, um eine sich abzeichnende Jenaer Aufholjagd im Keim zu ersticken. So erwies sich in der Endabrechnung die Hypothek der beiden ersten Viertel als zu groß, um das Duell noch kippen zu können.

Während Center Oliver Mackeldanz mit einem respektablen Double-Double von 14 Punkten und elf Rebounds aus dem Jenaer Kader gleichermaßen spielerisch wie statistisch herausragte, Jamar Abrams mit 15 Zählern ebenfalls zweistellig punktete, blieben zahlreiche weiteren Akteure der Thüringer hinter ihrem eigentlichen Leistungsvermögen zurück.

So war es auch Jenas Nummer 50, der im Anschluss kurz Stellung bezog. „Wir müssen irgendwie den Kopf aus der Schlinge ziehen. Gegen Vechta müssen wir jetzt wieder zurückfinden, obwohl sie als Aufsteiger eine starke Saison spielen“, sagte Mackeldanz nach der Niederlage.  

Während das Duell aus Sicht der Niedersachsen optimal begann, die Braunschweiger über einen zwischenzeitlichen 10:2-Vorsprung die Führung bis zum Viertelende auf 25:11 ausbauen konnten, schien Science City Jena noch im Bus zu sitzen. Sowohl offensiv als auch in der Verteidigung meist einen Schritt zu spät, eröffneten die Saalestädtern ihrem Gegner Chancen, welche die Mannschaft von Trainer Frank Menz effektiv zu nutzen wusste.

Allein sieben Jenaer Ballverluste in den ersten zehn Minuten hatten die Thüringen früh ins Hintertreffen gebracht. Auch im zweiten Spielabschnitt blieben die Okerstädter das spielbestimmende Team, setzten sich nach einem Dreier von Löwen-Aufbauspieler Joe Rahon bis auf 36:18 (14.) ab, bevor Björn Harmsen eine taktischen Auszeit nahm.

Doch auch nach der kurzen Ansage blieb Braunschweig das zwingendere Team, setzte in der Folge die entscheidenden Nadelstiche, um sich mit einem deutlichen Vorsprung von 56:29 in die Halbzeit zu verabschieden.

Nach der Halbzeit fand das Harmsen-Team deutlich besser in die Partie, verkürzte im Verlauf des dritten Spielabschnitts nach einem Distanzwurf von Jamar Abrams zwar wieder auf 60:45 (17.). Doch die Niedersachsen konterten eiskalt, sorgten nach einem Zwischenstand von 68:50 vor dem finalen Viertel spätestens mit einem Dreier von Braunschweigs Flügelspieler Christian Sengfelder zum 73:53 (32.) für die Vorentscheidung.  



Frank Menz (Braunschweig): „Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht, besonders in der ersten Halbzeit. Die wichtigste Aufgabe für mich war es, den Fokus der Jungs hochzuhalten. Wir wussten wie stark Jena ist und was sie für eine Qualität haben. Uns war klar, dass wir nur gewinnen können, wenn wir mit der höchsten Intensität spielen und zwar 40 Minuten defensiv wie offensiv. Das haben wir soweit gut gemacht und unsere Würfe getroffen und damit in der ersten Halbzeit die Entscheidung herbeigeführt.

Dann ist Jena gut aus der Halbzeit gekommen, da waren wir zwischendurch ein bisschen beeindruckt. Aber sie konnten das auf dem Niveau nicht bis zum Ende spielen. Die Jungs haben sich diesen tollen Jahresabschluss vor voller Halle verdient. Das ist eine unglaubliche Entwicklung hier. Jetzt ist Silvester, wir müssen aber den Fokus schon wieder auf das Spiel in Göttingen richten und im nächsten Heimspiel gegen Alba haben wir dann hoffentlich die Hütte wieder richtig voll.“

Björn Harmsen (Jena): „In der ersten Halbzeit hat uns das Braunschweiger Team überrollt, insbesondere mit seiner Physis und Aggressivität. Da konnten wir nicht dagegenhalten. Bei uns ist überhaupt nichts gelaufen. Wir haben weder in der Defensive Stopps bekommen, noch in der Offensive Würfe. Wir hatten alleine im ersten Viertel sieben Turnovers. Das war eindeutig zu viel und wir waren dann verunsichert.

Im dritten Viertel sind wir gut rausgekommen und sind nochmal herangekommen. Dann hat Braunschweig aber den Ball gut bewegt und zwei wichtige Dreier getroffen. Wenn wir nochmal auf zehn Punkten hätten verkürzen können, wäre das Spiel vielleicht nochmal gekippt. So aber hat Braunschweig verdient gewonnen.“

1. Viertel 25:11 - 2. Viertel 56:29 - 3. Viertel 68:50 - 4. Viertel 90:66

Braunschweig: Eatherton 17 Punkte, Lansdowne 16, Kone 10, Klepeisz 9, Blake 8, Sengfelder 8, Hines 7, Rahon 7, Nawrocki3, Figge 3, Lagerpusch 2 – Hübner (DNP)

Jena: Abrams 15 Punkte, Mackeldanz 14 (11 Reb.), Jenkins 12, Mazeika 12, McElroy 4, Joyce 4, Theis 3, Allen 2, Wolf, Reyes-Napoles, Heber – Jostmann (DNP)

Text: Tom Prager

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