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FCC - RB II 1:3 (0:2)

Regionalliga: Jena verliert zu Hause gegen Leipzig

Der Jenaer Manfred Starke (rechts) gegen den Leipziger Ken Martin Gipson im Regionalliga-Spiel FC Carl Zeiss Jena gegen Rasen Ballsport Leipzig II im Ernst-Abbe-Sportfeld.
Der Jenaer Manfred Starke (rechts) gegen den Leipziger Ken Martin Gipson im Regionalliga-Spiel FC Carl Zeiss Jena gegen Rasen Ballsport Leipzig II im Ernst-Abbe-Sportfeld. Foto: Jürgen Scheere

Nach der torreichen Niederlage vor Wochenfrist gegen Hertha II (3:5) gab es nun eine weitere Heimpleite für den FC Carl Zeiss Jena gegen RB Leipzigs Zweite.

Keine drei Minuten waren gespielt, da geriet der FCC nach einem Freistoß schon in Rückstand, Timo Mauer köpfte, ungestört am langen Pfosten stehend, ein (3.).

Nach vorn ging wieder mal nicht viel für die Platzherren, da die Pässe zu ungenau gespielt wurden. Wenn Jena sich doch mal bis in Tornähe durchspielte, war meist die Abseitsfahne oben. Gegen früh den Jenaer Spielaufbau störende Leipziger musste Jena immer auf der Hut vor Kontern sein.

Nach viel Leerlauf fasste sich Manfred Starke mal ein Herz, eroberte den Ball am eigenen Sechzehner, trieb den Ball nach vorn und bediente Bedi Buval. Dieser scheiterte am gut reagierenden Bellot (22.). Nach dieser ersten wirklich guten FCC-Aktion stand es aber alsbald 0:2. Wieder ein schnell vorgetragener Angriffszug der Gäste und Siebeck hatte keine Mühe, die Gipson-Eingabe zu verwandeln (23.).

Im Duell der Jenaer Marcel Bär (rechts) gegen den Leipziger John-Patrick Strauß.Im Duell der Jenaer Marcel Bär (rechts) gegen den Leipziger John-Patrick Strauß.Jena hatte durch Einzelaktionen ein paar Chancen. Aber Dominik Bock`s Schuss aus 20 Metern wurde gehalten (26.), ein Starke-Freistoß ging knapp drüber (27.) und wieder Bock köpfte nur um wenige Zentimeter vorbei (33.). Die Gäste hatten aber dominierten Ball und Gegner.

In der zweiten Hälfte änderte auch nicht viel, es regnete weiterhin und der FCC fand auch nicht zu besserem Spiel. Stefan Schmidt, der diesmal wieder im Tor stand, verhinderte gegen Palacios (54.) und Fechner (56.) weitere Gegentore.

Das Spiel plätscherte ansonsten so dahin, wie auch der Regen. Florian Giebel kam rein und hatte gleich eine dicke Chance, verzog aber den Ball in aussichtsreicher Position (64.). Vielleicht wäre es sonst noch mal spannend geworden. Das war aber spätestens vorbei, als ein perfekter 20-Meter-Freistoß von Frederico Palacios im Winkel zum 0:3 einschlug (71.).

Kurz vor Schluss gab es doch noch ein Lebenszeichen vom FCC, Starke nahm den Ball seelenruhig im Strafraum an und schoss ihn zum 1:3-Ehrentreffer ins Netz (85.).

Die FCC-Fans in der Südkurve, unbeeindruckt vom mauen Spiel, sangen: „Wir steigen auf.“ Damit wird es in dieser Saison nun auch rechnerisch nichts mehr.

Kein Wunder, dass viele Zuschauer, zudem noch bei nasskaltem Wetter, offensichtlich gleich zu Hause blieben, Negativrekord für diese Saison. Das wird hoffentlich am Mittwoch zum Pokal-Halbfinale gegen Nordhausen anders, da geht`s schließlich noch um etwas – den Einzug ins Thüringer Pokalfinale. Hoffentlich kann Jena da noch mal den Schalter umlegen, vom Schlafmodus in Kampfmodus.

Trainerstimmen:

Tino Vogel (Leipzig): "Beide Mannschaften sind am Schluss einer englischen Woche auf der letzten Rille ins Spiel gegangen. Wir hatten im Zentrum sehr viele gute Balleroberungen, es auch verstanden, Chancen zu kreieren.

Das eine oder andere Tor hätten wir mehr machen müssen, da waren wir zu uneffektiv. Ich bin jedoch stolz darauf, was die Mannschaft geleistet hat, dass sie es ohne auf die 3. Liga schauen zu müssen aus eigener Kraft geschafft hat, mit dem Abstieg nichts zutun zu haben."

Volkan Uluc (FCC): "Es hat mit dem frühen 0:1 sehr schlecht für uns angefangen. Die daraus resultierende Verunsicherung hat sich die ganze erste Halbzeit durchgezogen mit vielen Positionsfehlern, die nicht hätten passieren dürfen.

Es war eine verdiente Niederlage. Wir sind enttäuscht, müssen uns jetzt aufrappeln bis Mittwoch. In der Hinserie nach dem Sieg gegen den gleichen Gegner wie heute haben sich alle gefreut, gab es noch tollen Zusammenhalt. Jetzt fällt alles etwas auseinander. Ich übernehme dafür gerne die Verantwortung, das ist gar kein Problem.

Doch bald sind meine Schultern nicht mehr da, hinter denen man sich vielleicht auch mal verstecken kann. Im Pokal wird die Mannschaft mit der Aussicht auf die DFB-Pokal-Teilnahme nächste Saison noch einmal versuchen, Gas zu geben. Doch ob es am Mittwoch reicht, wird man sehen."

FCC: Schmidt; Schlegel, Bock (ab 77. Nattermann), Gerlach, Vojvoda, Bär (ab 63. Giebel), Klingbeil, Erlbeck, Eismann, Starke, Buval (ab 70. Böhler),

RB II: Bellot; Fechner, Reddemann, Ernst, Palacios, Siebeck (ab 70. Mietzelfeld), Sucsuz, Mauer (ab 74. Barth), Gipson, Sorge, Strauß,

Tor: 0:1 Mauer (3.), 0:2 Siebeck (23.), 0:3 Palacios (71.), 1:3 Starke (85.),

Zuschauer: 2.092,

Schiedsrichter: Philipp Kutscher (Berlin).

Text: Steffen Langbein
Fotos: Jürgen Scheere

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