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5:0 in Meuselwitz

Kantersieg beim ZFC: Jena im Pokal-Viertelfinale

In der 35. Minute Elfer für Meuselwitz: Jenas Keeper Lukas Sedlak pariert den Schuss von Ex-Jenaer Felix Müller und bringt damit den FCC auf die Siegerspur.
In der 35. Minute Elfer für Meuselwitz: Jenas Keeper Lukas Sedlak pariert den Schuss von Ex-Jenaer Felix Müller und bringt damit den FCC auf die Siegerspur. Foto: Thomas Weigel

Thüringen-Pokal: Der FC Carl Zeiss Jena gewinnt am Sonntag beim ZFC Meuselwitz deutlich mit 5:0 (1:0) und spielt im Viertelfinale gegen Nordhausen.

Meuselwitz/Jena. Nach langer Pflichtspielpause und dem Pokalmodus-Wirrwarr, bei dem zunächst vom Verband das Endspiel Jena-Meuselwitz festgelegt wurde, was aber dann auf juristischem Weg gekippt wurde, gewann der FC Carl Zeiss Jena nun das Pokal-Achtelfinale in Meuselwitz am Ende deutlich mit 5:0.

Beide Teams brauchten eine Weile, um sich wieder an Fußball im Pflichtspielmodus und die Hitze zu gewöhnen. Jena hatte trotzdem von Beginn an mehr Ballbesitz gegen abwartende Meuselwitzer.



Nach 30 Minuten Spielzeit bei 30 Grad Celsius war es endlich so weit. Ein schneller Angriff über Matti Langer, Maximilian Oesterhelwig schoss Fabian Eisele aus der Mittelstürmerposition aus Nahdistanz zur FCC-Führung ab.

Den Hausherren bot sich aber schnell die Möglichkeit zum Ausgleich. Rene Lange sprang beim Kopfballduell im Strafraum ungestüm in Timo Mauer hinein – Foulstrafstoß für Meuselwitz (35.). Im Elfmeter-Duell Felix Müller gegen Lukas Sedlak hechtete Jenas Torwart zur Freude der FCC-Schlachtenbummler hinter seinem Tor, in die richtige Ecke, seine rechte (36.). Somit blieb es bei der knappen Pausenführung für die Gäste.



Es dauerte nach der Halbzeitpause nicht lange, dann baute Jena die Führung aus. Oesterhelweg, beim ersten Tor noch Vorlagengeber, zog einfach mal zentral aus 22 Metern ab und versenkte den Ball zum 2:0 für Blau-Gelb-Weiß ins Meuselwitzer Tornetz (51.). Vasileios Dedidis spurtete einem langen Ball hinterher, aber der aufmerksame ZFC-Keeper Fabian Guderitz kam aus seinem Strafraum heraus und war einen Tick eher am Ball als Jenas Angreifer (62.).

Ecki trifft gegen zukünftigen Verein

Dann wurde es durchaus emotional. Rene Eckardt kam in Meuselwitz, wo er ab nächste Saison spielen wird, auch noch zu seinem Einsatz, dem 333. Pflichtspiel, so laut dem MDR-Reporter, für seinen FCC, dem er seit 1998 die Treue hielt.

Kaum zwei Minuten im Spiel machte das Jenaer Urgestein mit seinem Kopfballtreffer zum 3:0 den Deckel darauf und raubte dem ZFC (und damit auch sich) die letzten Hoffnungen auf eine DFB-Pokal-Teilnahme 2021/22.



Zwei Minuten später erzielte Maximilian Oesterhelweg seinen zweiten Treffer (83.) und Lucas Stauffer setzte den Schlusspunkt zum 5:0-Sieg für den FC Carl Zeiss Jena (89.).

Mittwoch gehts gegen Nordhausen

Im Viertelfinale reist der FC Carl Zeiss Jena am kommenden Mittwoch (23. Juni, 18:00 Uhr) nach Nordausen. Der Oberligist rettete sich mit dem 3:3-Ausgleich in der Verlängerung (120.+3. Minute) ins Elfmeterschießen und setzte sich dort 6:5 gegen Thüringenligist Bad Frankenhausen (bei dem übrigens derzeit der dort gebürtige Ex-RWE-Kicker Carsten Kammlott spielt) durch.

Meuselwitz: Guderitz - Moritz (ab 74. Albert), Raithel, Müller, Tuncer, Ernst, Becker (ab 46. Stenzel), Trübenbach (ab 57. Dartsch), Mauer (ab 46. Bürger), Jagupov (ab 74. Kadric), Förster

Jena: Sedlak - Wolf, Grösch (ab 86. Slamar), Lange (ab 86. Schmidt), Stauffer, Schau, Langer, Oesterhelweg, Eisele (ab 84. Hagemann), Bergmann (ab 84. Prokopenko), Dedidis (ab 78. Eckardt)


Trainerstimme:

Dirk Kunert: „Wir sind zunächst schwer ins Spiel gekommen. Verdient in Führung gegangen. Die zweite Halbzeit haben wir dann komplett beherrscht, den Ball laufen lassen und schöne Tore geschossen, so, wie ich mir das ein bisschen vorstelle.

Ich bin erst einmal froh, dass wir so ein Spiel verletzungsfrei über die Bühne gebracht haben und ins Viertelfinale eingezogen sind. … Ecki ist ein guter Fußballer, war lange verletzt und ein toller Sportsmann, das hat er heute wieder gezeigt.“

Tore: 0:1 Eisele (31.), 0:2 Oesterhelweg (51.), 0:3 Eckardt (81.), 0:4 Oesterhelweg (83.), 0:5 Stauffer (89.)

Zuschauer: 1.265  

Text: Steffen Langbein
Fotos: Thomas Weigel

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