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Rot für Skenderovic

1:2 gegen Münster: Jena verliert Kellerduell

Münsters Jan Löhmannsröben (links) im Zweikampf mit Jenas Pierre Fassnacht.
Münsters Jan Löhmannsröben (links) im Zweikampf mit Jenas Pierre Fassnacht. Foto: imago images/Kirchner-Media

Der FC Carl Zeiss Jena verliert am Samstagnachmittag vor heimischem Publikum das Kellerduell gegen Preußen Münster mit 1:2 (0:1).

Jena. Auch im Spiel gegen den Tabellenvorletzten konnte der FC Carl Zeiss Jena nicht gewinnen. Nach einem kampfbetonten Spiel stand es nach 90 Minuten plus Nachspielzeit 2:1 für die Gäste, die nunmehr sieben Punkte mehr als Jena auf dem Konto haben.

Ein spielerischer Leckerbissen war nicht zu erwarten, dieser wurde es auch nicht. Jena hat aber in den ersten Minuten mehr Ballbesitz, muss natürlich auch auf Sieg spielen. Der ein oder andere Vorstoß in den Strafraum brachte aber nichts ein. Obermairs Flankenball (5.) und der Kopfball von Pagliuca (12.) wurden zur leichten Beute für Preußen-Torwart Schulze Niehues.

Von Münster war zunächst vorn fast überhaupt nichts zu sehen. Erst ab Minute 20 tauchten sie am und im Jenaer Strafraum auf, aber ohne für richtige Torgefahr zu sorgen.

Nach einer etwas unübersichtlichen Aktion, Handspiel an der Strafraumgrenze, zeigte der Schiedsrichter auf den Elfmeterpunkt. Diesen verwandelte Lucas Cueto flach und sicher zur Preußen-1:0-Führung (33.), gleichzeitig auch dem Halbzeitstand.



Durch einen Doppelwechsel nach der Pause wollte FCC-Trainer Rico Schmitt für frischen Wind sorgen. Doch vorerst war das nur ein laues Lüftchen. Zudem musste Jena auf die schnellen Konter der Münsteraner aufpassen. Jo Coppens war bei einem dieser Vorstöße knapp vor Özcan am Ball (53.).

Für den FCC wurde Julian Günther-Schmidt zunächst von der Gäste-Abwehr gestoppt (60.). Dann stand er nach dem Pagliuca-Schuss goldrichtig und staubte zum 1:1-Ausgleich ab (61.). Das Spiel stand nun auf Messers Schneide. Beide kämpften um jeden Ball, die Verteilung der Gelben Karten (5:2 für Jena) spiegelte das Verhältnis aber nicht wirklich gerecht wider.

Spielerisch setzte Münster weiter auf Konter, einer davon saß. Cueto vollendete sein Solo über den halben Platz mit einem 25-Meter-Schuss ins FCC-Tor (68.). Günther-Schmidt hatte mit artistischem Seitfallzieher den erneuten Ausgleich auf dem Fuß, aber der Preußen-Keeper kratzt den Ball noch zur Ecke raus (70.).

Zu allem Überfluss musste der FCC das Spiel auch noch in Unterzahl beenden. Meris Skenderovic ging mit hohem Bein im Torraum nach dem Ball, traf dabei den Ex-Jenaer Jan Löhmannsröben am Kopf.

Stegemann hatte zunächst den gelben Karton in der Hand, nachdem er aber Blut am Kopf des SC-Verteidigers gesehen hatte, zog er Rot (79.). Trainer Schmitt, der sich über die harte Entscheidung beschwerte, sah zudem auch noch Gelb.



Jena versuchte nochmal alles in der Schlussphase, die beste Chance hatte Ole Käuper, dessen Kopfball aber auch beim starken Keeper hängen blieb (83.). Auch Münster traf nicht mehr, trotz einiger Konterchancen, somit blieb es beim für den FCC bitteren 1:2.

Am 1. Februar muss Jena nach Braunschweig (14:00 Uhr), bevor der FSV Zwickau an einem Montagabend (10. Februar, 19:00 Uhr) der nächste Heimgegner ist.

Jena: Coppens - Volkmer (ab 46. Bock), Grösch, Hammann, Fassnacht, Obermair, Stanese, Eckardt (ab 46. Skenderovic), Gabriele (ab 74. Käuper), Günther-Schmidt, Pagliuca

Münster: Schulze Niehues - Scherder, Löhmannsröben, Erdogan, Schauerte, Wagner, Pires, Rodrigues (ab 73. Brandenburger), Hoffmann, Litka (ab 46. Özcan), Schnellbacher (ab 81. Königs), Cueto

Tore: 0:1 Cueto (33./HE), 1:1 Günther-Schmidt (61.), 1:2 Cueto (68.)

Zuschauer: 4.840

Rot: Skenderovic (FCC/77.)

Text: Steffen Langbein

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