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Junge Frauen im Jugendstrafvollzug

EAH Jena: 14. Thüringer Jugendgerichtstag

14. Thüringer Jugendgerichtstag tagt am 22. November in der Ernst-Abbe Hochschule Jena.
14. Thüringer Jugendgerichtstag tagt am 22. November in der Ernst-Abbe Hochschule Jena. Foto: EAH Jena

Am 22. November tagt der von der Landesgruppe Thüringen der Deutschen Vereinigung für Jugendgerichte und Jugendgerichtshilfen (DVJJ) e.V. veranstaltete 14. Thüringer Jugendgerichtstag in der Ernst-Abbe Hochschule (EAH) Jena. Das Thema "Mädchen und junge Frauen im Jugendstrafvollzug".

Jena. Der Jugendgerichtstag ist – wie in jedem Jahr – ein zentrales Forum in Thüringen für den Meinungsaustausch von Theorie und Praxis zum Thema Jugendkriminalität und beschäftigt sich mit wechselnden Themen aus diesem Bereich. Die DVJJ e.V. setzt sich dabei konsequent für eine rationale Kriminalpolitik und eine stringente Umsetzung des Erziehungsprinzips, das das Jugendgerichtsgesetz prägt, ein.

Das diesjährige Tagungsthema „Mädchen und junge Frauen im Jugendstrafvollzug und im Arrest“ spricht eine Thematik an, die bezogen auf stationäre Maßnahmen, nach dem Jugendgerichtsgesetz bislang wenig Beachtung gefunden hat.



Primär geht es am 22.11. ab 10 Uhr um biographische- und verhaltensbedingte Spezifika und darauf bezogene angemessene Reaktionen und Hilfen für junge Straftäterinnen, die zu Arrest oder Jugendstrafe verurteilt sind. Da Kriminalität ein stark von Männern dominiertes Phänomen ist, werden möglicherweise Spezifika von jungen Mädchen und Frauen in der Gestaltung der Maßnahmen nicht angemessen bedacht.

Während der Tagung werden auch die Straffälligkeit beeinflussende Phänomene wie psychische Auffälligkeiten und Suchtproblematiken von Mädchen und jungen Frauen – auch unabhängig von der Straffälligkeit – diskutiert. Hierbei geht es um geschlechtsbezogene Spezifika abweichenden Verhaltens sowie notwendige Reaktionen und geeignete Hilfen, nicht nur in der Eigenschaft als Straftäterin.

Nach Eröffnung der Tagung durch die DVJJ-Landesvorsitzende, Prof. Dr. Heike Ludwig (Fachbereich Sozialwesen der EAH Jena), und die Staatssekretärin im Ministerium für Bildung, Jugend und Sport, Gabi Oehler, werden empirische Ergebnisse und praktische Erfahrungen u. a. auch aus Thüringen vorgestellt. Darüber hinaus wird ausreichend Zeit für Diskussionen sein.

Text: Sigrid Neef/EAH Jena

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