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Expertentreffen im Forst

Was wird aus dem Jenaer Stadtwald?

Jenas Stadtförster Olaf Schubert (m.) beim Treffen mit Wald- und Umweltexperten im Jenaer Stadtwald. 2. v.l. Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund, re. Stadtentwicklungsdezernent Denis Peisker (beide Bündnis 90/Die Grünen).
Jenas Stadtförster Olaf Schubert (m.) beim Treffen mit Wald- und Umweltexperten im Jenaer Stadtwald. 2. v.l. Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund, re. Stadtentwicklungsdezernent Denis Peisker (beide Bündnis 90/Die Grünen). Foto: Andreas Wentzel

Was wird aus dem Jenaer Stadtwald? Ein Zehntel der Fläche soll nicht mehr forstwirtschaftlich genutzt werden.

Jena. Thüringer Waldexperten und Naturschützer auf Exkursion im Jenaer Stadtforst am 10. November. Jena will neue Bewirtschaftungs- und Planungsgrundsätze beschließen. Stadtförster Olaf Schubert stellte bei einem Rundgang durch die Areale westlich vom Forstturm den aktuellen Diskussionsstand zur „Waldentwicklungsstrategie Jenaer Stadtwald“ vor.

Danach sollen 10 Prozent der Gesamtfläche von 1.600 ha Wald (plus 800 ha Nuturschutzprojekte) aus der forstwirtschaftlichen Nutzung herausgenommen werden. Damit kann auf dieser Fläche der Waldbesitzer – also die Stadt Jena – keine Einnahmen aus dem Holzverkauf erzielen.

Kinder zum neuen Waldverständnis erziehen

Der natürlichen Naturentwicklung soll Raum gegeben werden. Um Verständnis dafür zu entwickeln (Stichwort: unaufgeräumter Wald) will die städtische Forstverwaltung weiterhin vor allem Kinder zu diesem neuen Waldverständnis erziehen. Ein Einsatz, der von Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund (Bündnis 90/Die Grünen), die an dem Expertentreffen in Jena teilnahm, ausdrücklich gewürdigt wurde.



Gleichzeitig sieht sich die Stadtförsterei in der Pflicht, weiterhin in den Bewuchs einzugreifen. Dazu verpflichtet auch die EU-Verordnung „Natura 2000“ zum Schutz gewachsener Baumbestände.

Schubert machte dies beim Waldrundgang an der Konkurrenzsituation zwischen vorhandenen Eichen und den diese gefährdeten Zuwächsen beim Buchenbestand sichtbar. Schließlich muss die multifunktionale Nutzung des Waldes als Teil einer Großstadt in das Gesamtkonzept einfließen.

Der Jenaer Stadtrat muss dem Konzept der Forstexperten zustimmen. Die soll laut Schubert 2018 erfolgen.

Text: Andreas Wentzel

 

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