Starkes Zeichen
Verdi erhöht Druck: Über 1.000 Beschäftigte in Jena im Streik
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Verdi erhöht den Druck: Über 1.000 Beschäftigte legten in Jena die Arbeit nieder.
Jena. Mehr als 1.000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes haben am heutigen Dienstag in Jena ihre Arbeit ganztägig niedergelegt.
Betroffen waren unter anderem das Universitätsklinikum, Landesbehörden, Schulen, Kindergärten sowie die Hochschulen der Stadt.
Nach einer zentralen Kundgebung auf dem Ernst-Abbe-Platz zogen die Teilnehmer lautstark und gut sichtbar durch die Innenstadt.
Mit Trillerpfeifen, Transparenten und klaren Botschaften machten sie ihrem Unmut über die festgefahrenen Tarifverhandlungen Luft.
Die Gewerkschaften ver.di und GEW setzen mit den erneuten Warnstreiks ein deutliches Signal im Vorfeld der dritten und entscheidenden Verhandlungsrunde am 11. Februar 2026.
Bislang liegt von der Arbeitgeberseite kein verhandlungsfähiges Angebot vor – ein Umstand, der die Stimmung unter den Beschäftigten zusätzlich anheizt.
Die Forderungen der Gewerkschaften sind klar formuliert: eine Erhöhung der Tabellenentgelte um 7 Prozent, mindestens jedoch 300 Euro monatlich.
Für Auszubildende, Studierende und Praktikanten 200 Euro mehr, die unbefristete Vollzeitübernahme der Auszubildenden sowie weitere Verbesserungen in verschiedenen Beschäftigungsbereichen.
„Die Beschäftigten erwarten darüber hinaus eine Angleichung der Kündigungsschutzrechte Ost an West sowie eine Anpassung der Arbeitszeiten in den ostdeutschen Unikliniken an das Westniveau.
Die Streikenden machten heute sehr deutlich, dass sie bereit sind, den Druck weiter zu erhöhen, sollte es auch in der kommenden Verhandlungsrunde keine Bewegung geben“, so Philipp Motzke-Bohn von der ver.di-Streikleitung.
