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1.000 Gegendemonstranten

Wahlkampf: AfD kann durch Jena demonstrieren

Spitzenkandidatin Alice Weidel auf der AfD-Wahlkampfveranstaltung in Jena.
Spitzenkandidatin Alice Weidel auf der AfD-Wahlkampfveranstaltung in Jena. Foto: Andreas Wentzel

Am Dienstagabend konnte die Alternative für Deutschland (AfD) ihren angemeldeten Marsch durch die Jenaer Innenstadt absolvieren. Die Polizei konnte die verfeindeten Lager voneinander getrennt halten.

Jena. Während die AfD auf dem Jenaer Holzmarkt ihre Wahlkampfreden hielt, versuchte das Bündnis von Gegendemonstranten friedlich, dagegen mit Lärm anzugehen. Die Jenaer Ordnungsbehörde gab 250 AfD-Teilnehmer an und 1.000 Gegendemonstranten. Die AfD selbst sprach von 350 Sympathisanten.

AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel kündigte nach dem Einzug ihrer Partei in den Bundestag einen „Merkel Untersuchungsausschuss an“, in dem die aus Sicht der AfD erfolgten Gesetzes- und Vertragsverstöße von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) aufgezeigt und geahndet werden sollen.



Während der Reden auf dem Holzmarkt versuchten die linken Gegendemonstranten vor allem vom gegenüberliegenden Nonnenplan, die AfD-Kundgebung mit Pfiffen, Rufen und lauter Musik zu stören.

Zwischen den Redebeiträgen konnte die AfD ihren angemeldeten Marsch durch den Löbdergraben, Grietgasse zurück zum Holzmarkt ungestört absolvieren. Die Polizei hatte den Marschweg sowie den Holzmarkt abgesperrt. Im Einsatz waren Beamten aus Thüringen, Niedersachsen, Sachsen und der Bundespolizei.

Laut Polizei mussten nach aktuellem Stand im Umfeld des Aufzuges neun Anzeigen wegen verschiedener Straftaten aufgenommen werden, darunter zwei wegen Körperverletzung. Gegen 25 Personen seien Platzverweise ausgesprochen, bei fünf Personen sei eine Identitätsfeststellung vorgenommen worden.


Text und Fotos: Andreas Wentzel

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