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Studienalltag planen

Uni Jena: Stressfrei ins Studium starten

Wieder reges Treiben auf den Uni-Campus in Jena.
Wieder reges Treiben auf den Uni-Campus in Jena.
Foto: Michael Baumgarten/Archiv
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Studenten haben's auch nicht leicht: Wer dem Stress bereits zu Beginn gezielt vorbeugt, kann davon in seinem Studium entscheidend profitieren.

Jena. Erst vor wenigen Wochen hat das Wintersemester an der Schiller-Universität Jena begonnen und damit für rund 3.000 Erstsemester auch der Start in ein neues Leben. Während sie sich zu Beginn noch langsam an das Studentendasein mit Prüfungen und Hausarbeiten gewöhnen und an der Uni zurechtfinden müssen, erhöht sich mit zunehmender Studiendauer oft der Leistungs- und Prüfungsdruck. Ohne ausgeklügeltes Zeitmanagement kann dies im schlimmsten Fall in einem Burn-out enden. Wer allerdings dem Stress bereits zu Beginn gezielt vorbeugt, kann davon in seinem Studium entscheidend profitieren.

Fast jeder fünfte Student fühlt sich gestresst

Ungefähr 20 Prozent der Studenten fühlen sich durch ihr Studium gestresstund unter Druck gesetzt – also jeder fünfte Student. In einigen Studiengängen, in denen der Lernaufwand als besonders hoch gilt, soll sogar jeder zweite Student betroffen sein. Doch wer sein Studium schon von Beginn an ernst nimmt und den Lernprozess frühzeitig strukturiert, beugt dem immensen Stress kurz vor den Prüfungen vor.

Vor allem bei Studiengängen, bei denen am Ende große Abschlussklausuren stattfinden, in denen der gesamte Stoff mehrerer Semester abgefragt wird, können eine Lernstrukturierung sowie Techniken des Stressabbaus sehr hilfreich sein – nützlich sind sie aber in sämtlichen Studienbereichen.

Die größten Angst- bzw. Stressauslöser sind einem Report der Techniker Krankenkasse Berlins zufolge vor allem anstehende Prüfungen, der viele Lernstoff und die Sorge bezüglich späterer Arbeitslosigkeit. Viele Studenten haben außerdem mit finanziellen Problemen zu kämpfen und müssen Studium und Nebenjob miteinander in Einklang bringen. Ein Großteil der rund 20 Prozent, die unter immensen Stress leiden, sind Frauen. Laut einem Spiegel-Report nahmen knapp 4 Prozent der angehenden Akademiker sogar Antidepressiva, um den Stress zu überstehen.

Planung ist das A und O

Im Job wird eine ausgewogene Work-Life-Balance empfohlen. Für das Studium fordert das kaum jemand, dabei ist sie für Studierende genauso wichtig. Denn die ideale Work-Life-Balance ist oftmals der Schlüssel zum Studienerfolg und zu guten Leistungen. Ist die Menge an Lernstoff der entscheidende Stressfaktor, dann ist es sinnvoll, sich den Stoff bereits während und direkt nach den einzelnen Vorlesungen anzueignen, um am Ende nicht alles nachholen zu müssen und den Stoff eines Semesters in wenigen Wochen oder gar Tagen in seinen Kopf bekommen zu müssen.

Hindert einen innere Unruhe und Erschöpfung am Lernen, dann ist die Nutzung homöopathischer Mittel, wie sie beispielsweise das Bachblütenportal anbietet, weitaus sinnvoller als die Einnahme von Aufputschmitteln, um die Nächte durchlernen zu können.

Alfred Leurpendeur, der die psychologische Beratungsstelle an der TU Ingolstadt aufgebaut hat, gibt Studenten weitere Tipps, um Stress abzubauen: Während der "akuten" Lernphase vor den Klausuren können kleine Spaziergänge helfen, das Erlernte zu verinnerlichen, und gleichzeitig ein wenig Ablenkung spenden.

Es hilft außerdem, als Stressausgleich regelmäßig Sport zu treiben – eine gesunde Ernährung sei ebenfalls nicht nur für das körperliche, sondern auch für das psychische Wohlbefinden vorteilhaft.

Text: Torsten Lux