für bessere Bedingungen
Hochschul-Streik in Jena: 500 Beschäftigte erhöhen Druck
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Beschäftigte und Studierende der Hochschulen sind am Mittwoch in Jena in den Warnstreik getreten.
Jena. Rund 500 Beschäftigte und Studierende haben am Mittwoch in Jena für bessere Arbeits- und Studienbedingungen demonstriert.
Ver.di und GEW hatten zum Warnstreik aufgerufen, nachdem die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) auch in der zweiten Verhandlungsrunde kein Angebot vorgelegt hatte.
Die Gewerkschaften fordern sieben Prozent mehr Lohn, mindestens jedoch 300 Euro monatlich. Nachwuchskräfte sollen 200 Euro zusätzlich erhalten und nach ihrer Ausbildung unbefristet übernommen werden.
Zudem soll der Tarifvertrag künftig auch für studentische Hilfskräfte gelten.
Ver.di sieht die Arbeitgeber in der Pflicht, endlich Bewegung in die Verhandlungen zu bringen. 
Gewerkschaftssekretärin Teresa Gärtner auf dem Abbe Campus in Jena. Foto: Baumgarten/JENPICTURES
„Beschäftigte aus dutzenden Hochschulen setzen heute ein starkes Zeichen. Die Arbeitgeber müssen sich bei den Tarifverhandlungen endlich bewegen“, betonte Gewerkschaftssekretärin Teresa Gärtner.
Gute Arbeitsbedingungen seien entscheidend für eine leistungsfähige Wissenschaft: „Gerade in Zeiten großer technologischer und gesellschaftlicher Herausforderungen braucht es eine starke Wissenschaft – dazu gehören gute Arbeitsbedingungen und eine angemessene Bezahlung.“
Am Warnstreik beteiligten sich Beschäftigte der Friedrich-Schiller-Universität Jena, der Ernst-Abbe-Hochschule Jena, der Bauhaus-Universität Weimar, der Klassik Stiftung Weimar, der Universität Erfurt, der Fachhochschule Erfurt sowie des Studierendenwerks Thüringen.
Solidarität galt besonders den Mitarbeitenden der Mensen, die trotz der Aktion die Versorgung sicherstellten.
Der Demonstrationszug führte vom Johannisplatz über den Ernst-Abbe-Platz, den Holzmarkt und den Löbdergraben zurück zum Ausgangspunkt. Kurzzeitig kam es zu Einschränkungen im Straßen- und Nahverkehr.
Die Tarifverhandlungen werden am 11. Februar in Potsdam fortgesetzt. Sollte erneut kein Angebot vorgelegt werden, kündigten die Gewerkschaften weitere Arbeitskampfmaßnahmen an.
Text: Jana Baumgarten
Fotos: Baumgarten/JENPICTURES
