Kranzniederlegung
Gedenken in Jena an die Opfer des NS‑Regimes
Jenas Oberbürgermeister Thomas Nitzsche erinnerte in seiner Rede an die Einzelschicksale, welche sich hinter den unfassbaren Opferzahlen verbergen.
Foto: Stadt Jena
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Gedenken in Jena: Stadt erinnert am Dienstag an die Opfer des Nationalsozialismus.
Jena. Die Stadt Jena hat am Dienstagmittag am Denkmal am Heinrichsberg der Opfer des Nationalsozialismus gedacht.
Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Vereinen und Zivilgesellschaft legten Kränze nieder und hielten eine Schweigeminute ab.
Anlass war der 81. Jahrestag der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau.

Am Mahnmal auf dem Heinrichsberg gedachten die Stadtspitze, Mitglieder des Stadtrates und Bürger gemeinsam der Opfer der NS-Diktatur. Foto: Stadt Jena
Oberbürgermeister Dr. Thomas Nitzsche erinnerte in seiner Ansprache an die Millionen Menschen, die durch das NS-Regime verfolgt und ermordet wurden.
Der 27. Januar sei nicht nur ein historischer Gedenktag, sondern ein Auftrag an die Gegenwart, betonte er.
Nitzsche sprach auch über die schwierige Situation der Überlebenden nach 1945, die häufig ohne Angehörige in ihre Heimatorte zurückkehrten und erneut auf Ablehnung stießen.
Mit Blick auf aktuelle Entwicklungen warnte der Oberbürgermeister vor einem zunehmenden Antisemitismus in Deutschland. Viele Jüdinnen und Juden fühlten sich heute wieder unsicher.
„Wir müssen jeder Form von Menschenfeindlichkeit entschieden entgegentreten“, sagte Nitzsche.
Die Stadt Jena rief dazu auf, die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus wachzuhalten und sich im Alltag für Menschenwürde und demokratische Werte einzusetzen.
Rede des Jenaer Oberbürgermeisters Dr. Thomas Nitzsche
Text: Jana Baumgarten
