Arbeit niedergelegt
Streiktag in Jena: 500 Beschäftigte machen richtig Druck
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Arbeit niedergelegt: Rund 500 Beschäftigte zogen durch Jena und machten ihre Forderungen laut.
Jena. In den frühen Morgenstunden des Montags haben rund 500 Beschäftigte aus verschiedenen Bereichen des öffentlichen Dienstes in Jena ihre Arbeit niedergelegt und sind einem Warnstreikaufruf der Gewerkschaft Verdi gefolgt.
Der Demonstrationszug startete am Universitätsklinikum in Lobeda-Ost und führte über die Stadtrodaer Straße bis zur Sparkassen-Arena.
Betroffen waren unter anderem der Nahverkehr, das Universitätsklinikum Jena (UKJ), die Hochschulen sowie das Studierendenwerk.
Für die Beschäftigten des UKJ war es bereits der dritte Warnstreik in der laufenden Tarifrunde der Länder.
Ab 6 Uhr versammelten sich die ersten Streikenden vor dem Haupteingang des Klinikums. Zwei Stunden später setzte sich der Protestzug in Bewegung.
Mit Transparenten und lauten Sprechchören machten die Teilnehmenden auf ihre Forderungen aufmerksam.
Verdi verlangt in den aktuellen Verhandlungen sieben Prozent mehr Lohn, mindestens jedoch 300 Euro monatlich.
Auch die Vergütungen für Auszubildende, Studierende und Praktikanten sollen um 200 Euro steigen.
Zudem fordert die Gewerkschaft eine Angleichung der Arbeitszeiten:
Beschäftigte an ostdeutschen Universitätskliniken sollen künftig nicht länger 1,5 Stunden pro Woche mehr arbeiten müssen als ihre Kolleginnen und Kollegen im Westen.
Wie es in der Tarifrunde weitergeht, bleibt offen. Weitere Warnstreiks sind nach Angaben der Gewerkschaft nicht ausgeschlossen.
Text: Jana Baumgarten
Fotos: Baumgarten/JENPICTURES
