erschwerte Lecksuche
Rohrbruch an Silvester sorgt in Jena für überflutete Keller
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Mitternachts-Einsatz an Silvester: Ein Wasserrohrbruch sorgt für überflutete Keller in Jenas Innenstadt.
Jena. Mit einem unerwartet feuchten Jahresausklang begann die Silvesternacht für mehrere Einrichtungen und Anwohner in der Jenaer Innenstadt.
Mitarbeiter des Hofbräuhauses in der Johannisstraße bemerkten am Mittwochabend Wasser, das in den Keller eindrang – der erste Hinweis auf einen größeren Schaden im städtischen Leitungsnetz.
Auch der Rosenkeller blieb nicht verschont: Wasser drückte in die Räumlichkeiten, doch über konkrete Schäden lagen am Neujahrstag noch keine verlässlichen Informationen vor.
Kurz vor Mitternacht rückten die Stadtwerke Jena Netze aus, um der Ursache auf den Grund zu gehen.
Doch das laute Feuerwerk erschwerte die Suche erheblich: Die Experten konnten die Schadstelle zunächst nicht akustisch orten.
Erst gegen 2 Uhr morgens, als es ruhiger wurde, gelang die Lokalisierung des Rohrbruchs im Fürstengraben auf Höhe des Pulverturms, wie Klaus-Dieter Kaiser, Leiter vom Dienst des Netzbetriebs, erklärte.

Am späten Nachmittag des Neujahrstages konnte die beschädigte Leitung vorläufig abgedichtet werden.
Als Ursache gelten nach Angaben von Meiko Haupt, Polier der Firma Spie, „höchstwahrscheinlich Erdbewegung und eine Fehlverlegung des Rohrs aus dem Jahr 1978“.
Der Rohrbruch führte dazu, dass zwei Wohnhäuser sowie der Botanische Garten mehrere Stunden ohne Trinkwasser auskommen mussten. 
Ein Wassertank stellte die vorübergehende Trinkwasserversorgung sicher.
Die Stadtwerke stellten einen Wassertank vor den betroffenen Gebäuden bereit, um die Versorgung zumindest notdürftig sicherzustellen.
„Trotz der widrigen Umstände konnten die Arbeiten zur Schadensbegrenzung zügig aufgenommen werden. Die endgültige Reparatur der Leitung soll in den kommenden Tagen erfolgen“, so Kaiser.
Text: Jana Baumgarten
