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Drag-Show begeisterte

Queere Kultur in Jena: Spacement kämpft ums Überleben

Angel van Hell (l.) und Nova Ethereal begeisterten mit ihrer Show.
Angel van Hell (l.) und Nova Ethereal begeisterten mit ihrer Show.
Foto: Queer Lioness e.V.
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Queere Adventsshow im Spacement: Kulturraum in Jena kämpft ums Überleben.

Jena. Das Spacement am Johannisplatz in Jena verwandelte sich am ersten Advent in eine festliche Weihnachtswerkstatt.


Rund 30 Gäste erlebten die Drag-Show „Advent, Advent, die Hölle brennt!“ mit Angel van Hell und Nova Ethereal.

Zwischen Gesang, Spielen und einem interaktiven Adventskalender entstand eine warme Atmosphäre, die das Spacement einmal mehr als Ort für Gemeinschaft und Vielfalt sichtbar machte.


Die Künstlerinnen begeisterten mit gefühlvollen Liedern wie „Snowman“ von Sia und „Where Are You Christmas“ sowie mit Klassikern wie „In der Weihnachtsbäckerei“.

Humorvolle Spiele, persönliche Geschichten und ein „Orakel“ für das kommende Jahr machten den Abend zu einem besonderen Erlebnis. „Hier fühlt sich jeder gesehen und wertgeschätzt“, fasste eine Besucherin zusammen.


Doch die Zukunft des Spacement steht auf der Kippe.

Der Kulturraum, erst 2025 eröffnet, bietet Kleinkunst, Theater, Musik und Subkultur eine Bühne – etwas, das Jena lange fehlte.

„Es fehlte an bezahlbaren, niedrigschwelligen Bühnen. Viele Künstlerinnen und Künstler sowie Initiativen hatten keine Perspektive, ihre Ideen umzusetzen.


Das Spacement schließt diese Lücke und gibt Newcomerinnen und Newcomern eine echte Chance“, erklärt Theresa Ertel aus dem Team.

Um weiter bestehen zu können, läuft noch bis Sonntag, 7. Dezember, ein Crowdfunding über die Plattform Jena Crowd.

Gute Nachrichten gibt es von den Stadtwerken:

Seit dem 1. Dezember legen sie auf jede Spende ab zehn Euro weitere 20 Euro obendrauf. „Jeder Euro zählt – egal ob klein oder groß“, betont Ertel.


Angel van Hell ergänzt: „Es wäre ein massiver Verlust, wenn dieser Ort verschwinden würde – nicht nur für Drag, sondern für alle, die hier ausprobieren dürfen, wer sie sein wollen.“

Text: Dirk Sauerbrey

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