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Testlauf ab Mittwoch

Thüringen testet digitalen Corona-Impfpass

In Thüringen startet ab Mittwoch die erste Testphase für einen bundesweiten elektronischen Impfnachweis.
In Thüringen startet ab Mittwoch die erste Testphase für einen bundesweiten elektronischen Impfnachweis. Foto: Ben Baumgarten

Pilotprojekt: Thüringen und Brandenburg testen ab Mittwoch einen fälschungssicheren elektronischen Impfnachweis, der perspektivisch in ganz Deutschland Standard werden soll.

Jena. Als erstes deutsches Bundesland führt Thüringen im Rahmen eines Pilotprojektes den elektronischen Impfnachweis ein.

Jeder, der in einer der 29 Impfstellen oder einem der drei großen Impfzentren in Thüringen geimpft wird bzw. wurde und über das Terminvergabe-Portal einen Termin gebucht hat, kann diesen Beleg ab Mittwoch, dem 12. Mai, nach seiner vollständigen Impfung erhalten.

Mit dem Pilotprojekt in Thüringen startet die erste Testphase für den bundesweiten Impfnachweis. Dieser soll in der zweiten Hälfte des zweiten Quartals zur Verfügung stehen. An dem Testlauf ist auch das Land Brandenburg beteiligt.

„Das ist für Thüringen ein wichtiger und großer Schritt. Mit dem Pilotprojekt leisten wir einen maßgeblichen Beitrag dazu, dass es bald deutschlandweit einen elektronischen Impfnachweis geben kann, der geeignet ist, der fälschungssicher ist und uns vor allem dabei helfen wird, Normalität wiederherzustellen“, sagt die Thüringer Gesundheitsministerin Heike Werner.

Fälschungssicherer QR-Code – auch Ausdruck möglich

Als Impfnachweis dient ein Schreiben mit einem QR-Code, das künftig vollständig geimpften Personen per Download-Link zugesandt wird.

Mithilfe eines Lesegerätes – wie einem QR-Code-Scanner auf einem Smartphone – können etwa Friseurgeschäfte oder Veranstalter beim Einlass von Personen den Impfstatus auslesen und Geimpften ähnlich wie negativ getesteten oder genesenen Personen Zugang gewähren. In Kombination mit dem Personalausweis wird die Echtheit des Nachweises bestätigt.

Wer bereits vollständig geimpft ist, kann den Nachweis ab Mitte dieser Woche über www.impfen-thueringen.de unter „Impfbescheinigung anfordern“ beziehen, sofern die Person bei ihrer Impfung eine E-Mail-Adresse oder Handynummer hinterlegt hat.

Wer keine E-Mail-Adresse hinterlegt hat, kann per Kontaktformular mithilfe der persönlichen Daten und der Impfdaten die Bescheinigung anfordern, die dann per Post zugesendet wird.

Menschen, die keine digitalen Endgeräte bei sich führen, können den ausgedruckten QR-Code als Beleg vorzeigen.

Als geimpft gilt, wer 14 Tage nach der zweiten Impfung den vollständigen Impfschutz erreicht hat – oder bei Johnson & Johnson nach einmaliger Impfung.

Arztpraxen noch nicht inkludiert

Der QR-Code, der von der Firma IBM entwickelt wurde, ist verschlüsselt und soll somit fälschungssicher sein. Momentan wird auch erwogen, in die Corona-Warn-App zu integrieren.

„Die Impfung ist ein wichtiger Schritt heraus aus der Pandemie. Der elektronische Impfnachweis gibt Geimpften die Sicherheit, ihre persönlichen Rechte in zunehmendem Umfang auch international wieder wahrnehmen zu können“, sagt Dr. Annette Rommel, die erste Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen.

Sie ist überzeugt: „Der elektronische Nachweis wird sicher Standard werden“. Profitieren würden davon auch die Arztpraxen, in denen es den elektronischen Impfausweis noch nicht gibt. Dies sei jedoch nur eine Frage der Zeit.

Ohnehin stelle der elektronische Nachweis nur eine Ergänzung zum herkömmlichen Impfausweis dar, der zusätzlich zum Eintrag im Impfausweis ausgestellt wird.

Quelle: Kassenärztliche Vereinigung Thüringen

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