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Seebrücke mit Aktionstagen

Endlich Flüchtlinge nach Jena holen

Mit einer Dauermahnwache im Jenaer Faulloch fordern die Aktivisten eine Abkehr der Abschottungspolitik.
Mit einer Dauermahnwache im Jenaer Faulloch fordern die Aktivisten eine Abkehr der Abschottungspolitik. Foto: Ben Baumgarten

Die Seebrücke Jena veranstaltet von Donnerstag bis Sonntag ein Aktionswochenende. Dabei wird ein Ende der Abschottungspolitik und die Aufnahme von Flüchtlingen in der Saalestadt gefordert.

Jena. Die Seebrücke wird von kommendem Donnerstag bis Sonntag (8. bis 11. April) ein Aktionswochenende in Jena durchführen, welches in Zusammenhang mit der Dauermahnwache am Faulloch organisiert wird. Im Mittelpunkt steht die Abschottungspolitik gegenüber Asylsuchenden.

Den Auftakt bildet eine Demonstration auf dem Löbdergraben vor dem Uni-Hauptgebäude, in der Nähe der Stadtverwaltung. Dabei wird die Stadt und Oberbürgermeister Thomas Nitzsche unter anderem mit einem offenen Brief dazu aufgefordert, sich mehr für die Situation der geflüchteten Menschen an den europäischen Außengrenzen einzusetzen.



Die Stadt Jena, welche seit 2019 „Sicherer Hafen“ ist, wird zudem aufgefordert, geflüchtete Menschen aus den Thüringer Erstaufnahmelagern, wie z.B. in Suhl, aufzunehmen und auch thüringenweit für die dezentrale Unterbringung der Menschen in diesen Lagern einzustehen.

Dahingehend soll auch der Druck auf die Landesregierung erhöht werden, das bereits beschlossene Landesaufnahmeprogramm umzusetzen und sich an einer Klage gegen das Bundesinnenministerium zu beteiligen, dass die Umsetzung derzeit blockiere.

Das restliche Programm wird bei der Dauermahnwache im Faulloch stattfinden. Am Freitag um 20:00 Uhr wird es mit einer Filmvorstellung weitergehen. Gezeigt wird der Dokumentarfilm „The War Show“. Der Film wurde bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig 2016 ausgezeichnet.

Regisseurin, Drehbuchautorin und Kamerafrau Obaidah Zytoon wird vor Ort sein und die Filmvorstellung begleiten.



Samstag gibt es zwei Veranstaltungspunkte. Um 14 Uhr wird es einen Workshop und ein Planspiel über das Thema Flucht und Migration geben.

Im Anschluss daran wird eine Online-Informationsveranstaltung zu der neu gestarteten Petition zur Klage gegen das Bundesinnenministerium gezeigt. Diese Veranstaltung wird von der Seebrücke Erfurt organisiert.

Den Abschluss bildet am Sonntag eine Leserunde. Gelesen wird ein Essay aus dem Buch „Eure Heimat ist unser Albtraum“. Danach findet ein Austausch über das Gelesene statt.

Quelle: Seebrücke Jena

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