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Erhöhung beschlossen

Nebenkosten: Abwasser wird in Jena teurer

 Für Abwasser müssen die Bürger der Stadt Jena im kommenden Jahr mehr zahlen.
Für Abwasser müssen die Bürger der Stadt Jena im kommenden Jahr mehr zahlen. Foto: Uta Herbert/pixelio.de

Schlechte Nachrichten: Händewaschen, Duschen oder der Gang zur Toilette – all das wird künftig teurer. Die Abwassergebühr in Jena steigt ab 1. Januar 2020.

Jena. Die Verbandsversammlung des Zweckverbandes JenaWasser hat an diesem Montag, 18. November 2019, eine Änderung der Beitrags- und Gebührensatzung zur Entwässerungssatzung beschlossen. In der Folge werden die Gebühren für die Abwasserentsorgung zum 1. Januar 2020 steigen. Die Anhebung betrifft sowohl die Grund- als auch die Verbrauchsgebühren.

Grund für die Anhebung sind höhere Kosten für den Betrieb und die Unterhaltung der Abwasseranlagen sowie für Investitionen zum Anschluss bisher nicht abwassertechnisch erschlossener Siedlungsgebiete. Im Besonderen wirken sich dabei die Kosten der Klärschlammentsorgung aus.



Zum besseren Schutz von Böden und Grundwasser und damit zur Erhaltung einer lebenswerten Umwelt hat der Gesetzgeber die Vorgaben für dessen Entsorgung drastisch verschärft. Der bisher dominierende Einsatz als Dünger in der Landwirtschaft ist damit nicht mehr möglich.

Die nun nötige Verbrennung der Klärschlämme ist deutlich aufwändiger und damit teurer. Hinzu kommt, dass aktuell noch ausreichende Verbrennungskapazitäten fehlen, was wiederum höhere Preise zur Folge hat.

Aus der Neukalkulation ergeben sich für einen Drei-Personen-Haushalt mit 90 Kubikmeter Wasserverbrauch, der in einem Einfamilienhaus mit 100 Quadratmeter versiegelter Fläche lebt, jährliche Abwasserkosten von 337,50 Euro (bisher 289,50 Euro). Das sind Mehrkosten von 48,00 Euro pro Jahr.

Wer bei gleichen Gegebenheiten zur Miete in einem Mehrfamilienhaus mit vier Mietparteien lebt, zahlt künftig 209,50 Euro im Jahr (bisher 184 Euro). Das entspricht Mehrkosten von 25,50 Euro im Jahr.

Die jetzt beschlossenen Abwassergebühren gelten bis Ende 2023. Damit schöpft der Zweckverband JenaWasser die laut Thüringer Kommunalabgabengesetz längstens zulässige Geltungsdauer aus, um Gebührenstabilität für seine Kunden zu gewährleisten.



Der Zweckverband JenaWasser liegt mit seinen Abwasserkosten im Durchschnitt der anderen Aufgabenträger in Thüringen und Deutschland. Direkte Vergleiche sind schwierig, da sich die Abwasserentsorgung nicht nur aus Gebühren, sondern auch aus einmaligen Beiträgen finanziert. Diese sind beim Zweckverband JenaWasser seit 1999 stabil geblieben und sind die niedrigsten in ganz Thüringen.

Das Verbandsgebiet des Zweckverbandes JenaWasser umfasst 26 Kommunen, darunter die Städte Jena, Dornburg-Camburg, Bad Berka, Blankenhain und Magdala sowie 21 weitere Gemeinden aus dem Saale-Holzland-Kreis und dem Landkreis Weimarer Land. Im Einzugsgebiet des Zweckverbandes leben mehr als 130.000 Menschen.

Quelle: Zweckverband JenaWasser

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