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Gastspiel in Kirchheim

Science City Jena: Ritterspiele mit Bruder-Duell

Julius Wolf freut sich auf das Aufeinandertreffen mit seinem älteren Bruder Enosch.
Julius Wolf freut sich auf das Aufeinandertreffen mit seinem älteren Bruder Enosch. Foto: Michael Baumgarten

Jena. Mit dem Gastspiel bei den Kirchheim Rittern steht Science City Jena am kommenden Samstag vor der nächsten anspruchsvollen Aufgabe.

Jena. Das Harmsen-Team trifft auf einen personell fast völlig umgekrempelten Kontrahenten, der neben seinem langjährigen Coach Frenkie Ignjatovic (Heidelberg) auch etliche Leistungsträger des letzten Spieljahres verlor. Einzig und allein Ur-Gestein Radi Tomasevic sowie der mit Kapitänsbinde ausgestattete US-Amerikaner Ben Beran tragen noch die Ritterrüstung der Vorsaison und so war Neu-Trainer Michael Mai gezwungen eine Grundüberholung des Kaders einzuleiten.

Dies scheint bislang unter der Regie des 39-jährigen Übungsleisters sehr gut zu funktionieren. Nach zuletzt eher mageren Jahren im Niemandsland der Tabelle rangieren die Gastgeber aktuell auf dem 8.Platz im 16er Feld der ProA, dürfen sich berechtigte Hoffnungen auf das Erreichen der Playoffs machen.

Ein durchaus interessantes Matchup dürfte im Aufeinandertreffen zwischen den Thüringern und den Gastgeber aus der Nähe von Stuttgart wohl herausstechen, in dem „zwei junge Wölfe“ die Hauptakteure bilden. Zwar werden Jenas Flügel Julius und Kirchheims Center Enosch Wolf in der Partie unterschiedliche Positionen bekleiden, ein direkter Kontakt der beiden Brüder innerhalb der bevorstehenden 40 oder mehr Minuten wird sich aber wohl dennoch nicht vermeiden lassen. Julius, der jüngere Wolf (Jahrgang 1993) freut sich auf den ersten direkten Pflichtspiel-Vergleich mit seinem älteren Bruder Enosch (Jahrgang 1990).



Sportlich setzen jedoch vorwiegend die Kirchheimer Übersee-Akteure die Duftmarken im Spiel. So erhält Enosch Wolf als statistisch drittbester Punktesammler und stärkster Rebounder primär offensive Unterstützung aus dem Land der Stars and Stripes. Kraftpaket Ben Beran, Aufbauspieler Bryan Smithson, Schütze Keith Gabriel und der in seinen Leistungen noch etwas wacklige Jordan Timothy Wild bilden ein unberechenbares Quartett, welches durch den vor zwei Spieltagen nachverpflichteten LaVonte Devon Dority komplettiert wird. Ein Schuss ins Blaue dürfte den vorab nicht zu prognostizierenden Auftritt von Science City Jena am treffendsten charakterisieren.

Im Rahmen der umzugsbedingten Trainingswoche an alter Stelle in Lobeda-West galt der Fokus sowie die Konzentration ganz klar den Kirchheimer Rittern. Während Center Jordan Henriquez unter der Woche mit einer leichteren Blessur zu kämpfen hatte, zeigten sich alle weiteren Jenaer Riesen in enorm intensiven Trainingseinheiten von ihrer besten Seite.

Text: Tom Prager

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