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Vorschlag zur Bewältigung der Krise

DFB-Vorwürfe: Jena reagiert mit Offenem Brief

Der FC Carl Zeiss Jena reagiert mit offenem Brief an den DFB und unterbreitet Vorschlag zur Bewältigung der Krise.
Der FC Carl Zeiss Jena reagiert mit offenem Brief an den DFB und unterbreitet Vorschlag zur Bewältigung der Krise. Foto: Michael Baumgarten/Archiv

Meinungsverschiedenheiten gehen weiter: Der Drittligist FC Carl Zeiss Jena reagierte mit einem Offenen Brief auf DFB-Vorwürfe.

Jena. Auf der Präsidentenkonferenz der Regional- und Landesverbände des DFB am Mittwoch, 13. Mai, wurden vor allem die acht Drittligaclubs kritisiert, welche einen Saisonabbruch befürworten. Dazu zählt unter anderem der FC Carl Zeiss Jena.

Unter anderem richtete die Konferenz folgende Forderungen an die Vereine:

„Insbesondere die Vereine, die einen Saisonabbruch befürworten, sind dringend angehalten, umgehend für Klarheit und Aufklärung zu zentralen Fragen zu sorgen, die mit einem selbst gewählten Abbruch der Spielzeit verbunden wären.

Dazu zählen die Aufstiegs- und Abstiegsregelungen sowie praktikable Vorschläge, wie die 3. Liga künftig einen Spielbetrieb als Profiliga durchführen soll und die kommende Saison durchzuführen wäre.



In diesem Zuge erwartet die Konferenz der Präsidenten, dass etwaige, mit einem selbst gewählten Abbruch der Saison verbundene Zahlungsverpflichtungen des DFB in Bezug auf Schadenersatz und Regress von den Vereinen der 3. Liga getragen würden.“

(Hier der DFB-Link: 3. Liga: Präsidentenkonferenz fordert Klubs zu Verantwortung auf)

Reaktion mit Offenem Brief

Der FC Carl Zeiss reagierte am heutigen Donnerstag darauf mit einem Offenen Brief. Er wies unter anderem darauf hin, dass sich der Club an die in Jena geltenden Hygieneregeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie halte. Deshalb sei Training weiterhin nur in „Gruppen“ von zwei Personen und ohne Körperkontakt möglich.

Jedem, auch Nicht-Fußballexperten, sollte einleuchten, dass, wenn die Drittliga-Saison laut DFB-Plan ab 26. Mai weitergehen soll, nach dann fast zwölf Wochen mit reduziertem Training und ohne Mannschaftstraining professioneller Leistungssport nicht auf hohem Niveau abrufbar ist. Zudem steige auch die Verletzungsgefahr, erst recht bei geplanten elf Spieltagen in fünf Wochen, warnen Mediziner.



Da Drittligateams in einigen anderen Bundesländern sich derzeit schon bessere Trainingsbedingungen bieten. Ein sportlich fairer Wettbewerb, wie auch in den Statuten des DFB verankert, ist unter diesen ungleichen Voraussetzungen nicht möglich.

DFB-Vizepräsident Rainer Koch wählte nach besagter Konferenz gar noch schärfere Töne: „Ein Teil der Vereine der 3. Liga spielt seit Wochen ein für den Fußball in Deutschland unwürdiges Schauspiel ...“ und erwartet praktikable Vorschläge. Diese, den aktuellen Bedingungen angemessen, lieferte der FCC auch.

Den kompletten Wortlaut und die Vorschläge des FC Carl Zeiss Jena zum Fortgang dieser Saison finden Sie hier.

DFB erwidert prompt: Schreiben von Carl Zeiss Jena an den DFB: "Ein positives Signal"

Text: Steffen Langbein

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