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Erfolg in der Schlussphase

2:1 gegen Zwickau: Jena erkämpft Heimsieg

Im Zweikampf der Jenaer Maximilian Rohr (Torschütze zum 2:1) und der Zwickauer Fabio Viteritti (Torschütze zum 0:1).)
Im Zweikampf der Jenaer Maximilian Rohr (Torschütze zum 2:1) und der Zwickauer Fabio Viteritti (Torschütze zum 0:1).) Foto: imago images/Picture Point

Heimsieg im Paradies! Nach einer starken kämpferischen Leistung gewinnt der FC Carl Zeiss Jena am Montag gegen den FSV Zwickau mit 2:1.

Jena. Der sportlich Verantwortliche stellte die Anfangsformation gegenüber dem Braunschweig-Spiel zuletzt etwas um, auch bedingt durch Sperren, brachte Maximilian Rohr, Dominik Bock und Winter-Neuzugang Aytac Sulu in der Startelf.

Auf den Rängen waren zunächst aus der Zwickauer Fankurve Trillerpfeifen zu hören, wenn Jena am Ball war. Die FCC-Fankurve blieb in den ersten Minuten still, aus Protest gegen die ungeliebten Montagsspiele.

Spielerisch gelang bei nasskaltem Wetter zunächst nicht viel. Gegenüber dem Sturm, der in den vergangenen 24 Stunden über das Land hinwegfegte, waren die Angriffsbemühungen beider Teams zunächst nur laue Lüftchen.



Eh man sich versah, waren schon 20 Minuten rum, in denen Janis Kübler zweimal für so etwas wie Torgefahr sorgte (5., 20.), ohne FSV-Torwart Johannes Brinkies allerdings vor große Probleme zu stellen.

Es war eigentlich wie immer in dieser Saison, Jena bemühte sich, aber mit zu viel Fehlpässen. Und wenn mal etwas vorn ankam, scheiterte Julian Günther-Schmidt erst an Brinkies (38.) und verfehlte dann aus 4,50 m knapp das begehrte Gehäuse (39.).

Die Zwickauer, laut Statistik das Team mit dem geringsten Ballbesitz (43 %), nur 304 Pässe pro Spiel und der schlechtesten Passquote (66 %) in dieser Liga, wurden ihrem Ruf gerecht und warteten ab.

Jena-Keeper Jo Coppens musste zunächst nur bei Viterittis 20-Meter-Schuss nach Solo einmal ernsthaft zupacken (23.). Schröders Flachschuss pfiff knapp am Tor vorbei (33.). Dann aber dribbelte sich Morris Schröder über rechts in den Strafraum und wurde nahe der Torauslinie gefoult (42.).

Gegen den Elfer von Fabio Viteritti war Coppens machtlos (43.) und Jena ging mit einem 0:1-Rückstand in die Pause. Die Stimmung in der Kabine bezeichnete Klingbeil als „straff gedrängt“.

Nach dem Seitenwechsel bemühte sich der FCC um den Ausgleich. Zwickau spielte „nicht mehr so zwingend“, wie Coach Joe Einochs kritisch anmerkte. Immerhin gelang es seinem Team aber, dass die „Jena-Fans schon anfingen zu pfeifen“, so der FSV-Trainer.



Das lag daran, dass Jena sich keine Torchancen im Minutentakt erarbeiten konnte. Zwickau nutzte aber auch seine dickste Chance zum vorentscheidenden zweiten Tor nicht, das Coppens gegen Wegkamp verhinderte (59.).

Somit mussten Standardsituationen her, um dem Spiel eine Wendung zu geben. Nach einer FCC-Ecke stand Routinier Aytac Sulu goldrichtig und köpfte die Aufsetzer-Flanke zum 1:1-Ausgleich ins Netz (75.).

Das war das Signal zum emotionalen Schlussakkord. Die kämpferisch starke Leistung des Teams wurde kurz vorm Ultimo belohnt. Einen Kübler-Freistoß köpfte Maximilian Rohr im erfolgreichen Luftkampf gegen zwei FSV-Spieler und den Torwart zum viel umjubelten 2:1-Sieg ein.

Damit gewann der FC Carl Zeiss 99 Tage nach dem Heimerfolg gegen Hansa Rostock zum zweiten Mal in heimischen Gefilden. In der „Klingbeil-Tabelle“ hat Jena nach einem Spiel 3:0 Punkte auf dem Konto, insgesamt nun 16 Zähler nach 23 Spieltagen.

Noch ein Statistikdetail: Zwei der drei Startelf-Neuen trafen, das nennt man ein glückliches Trainer-Händchen, bitte weiter so! Die nächsten Gelegenheiten zum Punktesammeln gibt es für Jena am nächsten Sonntag in Mannheim (16.2., 14:00) und zu Hause gegen Meppen (Samstag, 22.2., 14:00).

Trainerstimmen:

Joe Einochs (FSV): „Es war kein schönes Spiel, wie zu erwarten. Wir hatten zwar wenig Torchancen, haben aber auch wenig zugelassen. Wie die Standards, die zu den Gegentoren führten, zustande kamen, darüber müssen wir sprechen. Glückwunsch an René zum erfolgreichen Einstand.“

Renè Klingbeil (FCC):
„Es war eine starke kämpferisch Leistung meiner Mannschaft, aus der ich eigentlich keinen hervorheben möchte. Beeindruckend, wie sich das Thema zum Ende zerrissen hat. Die Mannschaft hat sich als Einheit präsentiert.



Ich bin sehr, sehr glücklich und werde mir einen roten Kreis in den Kalender machen. Aber morgen geht es schon mit dem Training und der Vorbereitung auf das nächste Spiel weiter. Insgesamt war es ein sehr schöner Abend.“

Jena:
Coppens - Grösch, Sulu, Volkmer, Rohr, Obermair, Gabriele (ab 86. Eckardt), Kübler, Fassnacht (ab 75. Kircher) – Bock (ab 60. Donkor), Günther-Schmidt

Zwickau: Brinkies - Godinho, Frick, Odabas, Schröter, Hehne, Jensen, Coskun (ab 89. Handke) – Viteritti (ab 84. Wimmer), König, Wegkamp (ab 73. Dörfler)

Tore: 0:1 Viteritti (43., Foulelfmeter), 1:1 Sulu (75.), 2:1 Rohr (88.)

Zuschauer: 5.876

Text: Steffen Langbein

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