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Jenas Torfrauen treffsicher

Jena wird Deutscher Hochschulmeister im Frauenfußball

Nach sechs Siegen und nur einem Gegentreffer sicherte sich das Jenaer Team den Titel "Deutscher Hochschulmeister 2014".
Nach sechs Siegen und nur einem Gegentreffer sicherte sich das Jenaer Team den Titel "Deutscher Hochschulmeister 2014". Foto: Anna Löwe

Das vergangene Wochenende war reich an Fußballereignissen. Denn während die ganze Welt die Weltmeisterschaft in Brasilien aufmerksam verfolgte, kämpften in Jena die neun besten Hochschulmannschaften im Frauenfußball um den Titel Deutscher Hochschulmeister 2014.

Jena. Den Titel Deutscher Hochschulmeister 2014 sicherte sich nach sechs Siegen und nur einem Gegentreffer das Jenaer Team vor den Augen des Rektors der Universität Jena, Prof. Dicke, und des adh-Generalsekretärs, Paul Wedeleit. Im Finale siegten die Jenaerinnen mit 3:1 nach Verlängerung über den Titelverteidiger aus München. Damit wiederholte die Jenaer Mannschaft ihren Heimsieg aus dem Jahr 2006. Auch vor 8 Jahren hieß der Gegner München, die Entscheidung fiel damals jedoch erst im Elfmeterschießen. Dennoch war das diesjährige Finale nicht weniger spannend.

München ging zunächst mit 0:1 in Führung, ehe Stefanie Bloch Mitte der 2. Halbzeit den Ausgleich erzielte. So ging es nach 2x20 Minuten, der regulären Spielzeit im gesamten Turnier, in die Verlängerung. Nun schlug die Stunde von Jenas Torhüterinnen. Jena hatte derer gleich 3 auf dem Feld. Während Laura Kiontke alle Schüsse der Münchnerinnen parierte, zeichneten sich Klara Muhle, Torfrau der Bundesligamannschaft, und Anja Schüppel, Torfrau der Landesliga-Mannschaft, als Feldspielerinnen aus und erzielten die Tore zum 3:1 Endstand.

Insgesamt wurden bei diesen Meisterschaften 24 Spiele ausgetragen und 68 Tore erzielt, wovon 6 von der Torschützenkönigin aus München, Maria Oganian, beigesteuert wurden. „Sehr fair sei es zugegangen“ betonte Schiedsrichter Mario Spatzier zum Ende des Turniers, „aber gerade Samstag war es auch sehr anstrengend“. Schließlich wurde am Samstag von 10.00-18.30 gekickt.

Erholung fanden alle – Spielerinnen, Betreuer, Schiedsrichter und Helfer – dann am Samstagabend bei der Players Night mit Public Viewing und Pasta-Buffet. Und auch einen Gewinner gab es bereits nach dem ersten Turniertag: Das Mainzer Team hatte Losglück und gewann ein Köstritzer Fan-Paket mit Fanutensilien für die folgenden WM-Spiele und eine Runde Freigetränke für den Abend. Sportlich reichte es für Mainz nach dem Vizemeistertitel 2013 dieses Jahr nur für den 5. Platz. Die weiteren Platzierungen waren wie folgt:

  1. WG Jena
  2. WG München
  3. WG Würzburg
  4. Philipps-Universität Marburg
  5. WG Mainz
  6. WG Freiburg
  7. WG Erlangen-Nürnberg
  8. WG Karlsruhe
  9. WG Heidelberg


Immer etwas Besonderes bei Deutschen Hochschulmeisterschaften ist die Atmosphäre rund um das Turnier, so auch in Jena. Die drei Tage standen ganz im Zeichen des Miteinanders der Studierenden und des Vergleichs unterschiedlichster Leistungsklassen. Stellvertretend für viele steht das Zitat des Würzburger Trainers, Gernot Haubenthal,: „Es ist immer wieder ein ganz besonderes Flair bei solchen studentischen Meisterschaften, denn Spielerinnen aus verschiedenen Ligen spielen zusammen und es ist schön, dass eine Mannschaft, von welcher man am Anfang nicht viel erwartet, wächst und um Plätze kämpft. Wenn es dann noch vor Ort so gut organisiert ist wie hier, dann ist das eine tolle Geschichte.“

Auch Gesamtleiterin des Turniers, Hochschulsportleiterin Andrea Altmann von der Universität Jena, zeigte sich sehr zufrieden. „Dank der vielen Helfer verlief die Organisation reibungslos. Besonders gefreut habe ich mich, dass die gute Stimmung während des Turniers bei der Siegerehrung ihren Höhepunkt fand und die Teams untereinander sich immer wieder zu neuen musikalischen Höchstleistungen anspornten.“

Text: Holger Ludewig
Foto: Anna Löwe

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