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Suche nach neuen Heilmethoden

Individuelle Therapie: Rheuma-Experten tagen in Jena

Volkskrankheit Rheuma: In Jena suchen mitteldeutsche Experten nach neuen Therapien.
Volkskrankheit Rheuma: In Jena suchen mitteldeutsche Experten nach neuen Therapien.
Foto: Uta Herbert/pixelio.de
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2014 wurde die Rheuma-Tagesklinik am Universitätsklinikum Jena (UKJ) eröffnet. Die Experten suchen interdisziplinär nach neuen Therapien.

Jena. Wie hilft das Wissen über die Entstehung von Rheuma und Osteoporose dabei, neuartige Therapien zu entwickeln? Darüber diskutieren mitteldeutsche Rheuma-Experten beim „20. Thüringer Rheumatologie-Symposium“ am 23. April 2016 in Jena.

„Neuste Behandlungsmöglichkeiten beruhen auf den Erkenntnissen der Krankheitsentstehung, der sogenannten Pathogenese. Diese erweitern unsere Möglichkeiten, auch Patienten mit schweren beziehungsweise schwer zugänglichen Verläufen von entzündlich-rheumatischen Erkrankungen und Osteoporose individuell zu therapieren“, bestätigt Prof. Dr. Peter Oelzner, Leiter des Funktionsbereiches Rheumatologie der Klinik für Innere Medizin III am Universitätsklinikum Jena (UKJ).

Rheumatologen und rheumatologisch interessierte Ärzte aus den drei mitteldeutschen Bundesländern werden zur Tagung in Jena erwartet.

Die BehandlungProf. Dr. Peter Oelzner, Leiter des Funktionsbereiches Rheumatologie der Klinik für Innere Medizin III am UKJ. Foto: UKJ   von entzündlich-rheumatischen Erkrankungen und der Osteoporose haben sich in den letzten Jahren weiter verbessert. „Die Patientensicherheit hat dabei weiterhin höchste Bedeutung“, so der Rheumatologe. Neben der Rheumatoiden Arthritis als häufigste entzündlich-rheumatische Erkrankung werden etwa 100 verschiedene und seltene rheumatische Erkrankungen unterschieden.

Deshalb werden bei der Tagung nicht nur die aktuellen Entwicklungen bei Rheumatoider Arthritis und Osteoporose diskutiert, sondern auch Möglichkeiten, um seltenere Erkrankungen wie systemischen Lupus erythematodes, Sklerodermie und Hypophosphatasie im Rahmen der Differentialdiagnose zu erkennen sowie effektiv und nebenwirkungsarm zu therapieren.

Außerdem beschäftigen sich die Rheuma-Experten mit dem Infektionsrisiko und den Möglichkeiten der analgetischen Therapie, eine Form der Schmerztherapie, bei der die Schmerzen ausgeschaltet werden.

2014 bündelte das UKJ sein Expertenwissen in einer Rheuma-Tagesklinik, angesiedelt an der Klinik für Innere Medizin III am UKJ. Das Angebot der Tagesklinik richtet sich vor allem an Erkrankte mit komplexen Symptomen, die auf eine breite und fachübergreifende Diagnostik und Therapie angewiesen sind.

Unter der Leitung von Prof. Oelzner arbeiten die Rheuma-Experten abhängig vom Krankheitsbild  mit Nephrologen, Kardiologen, Pneumologen, Radiologen, Neurologen, Schmerzspezialisten und Physiotherapeuten zusammen. Jährlich werden am UKJ etwa 1.000 Patienten stationär und 8.000 Patienten ambulant behandelt.

Text: Anne Böttner/UKJ