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Abseilaktion abgesagt

40 Jahre Höhenretter: Jena sagt Danke für Mut in luftiger Mission

Abseilaktion am Jentower: Das Foto zeigt eine Übung aus dem Jahr 2024, aufgenommen während eines feuerwehreigenen Ausbildungskurses, der etwa alle zwei Jahre angeboten wird.
Abseilaktion am Jentower: Das Foto zeigt eine Übung aus dem Jahr 2024, aufgenommen während eines feuerwehreigenen Ausbildungskurses, der etwa alle zwei Jahre angeboten wird.
Foto: Feuerwehr Jena/Archiv
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40 Jahre Höhenrettung: Jena würdigt Spezialkräfte. Starkregen stoppt Abseilaktion vom Jenatower.

Jena. Die Höhenretter der Berufsfeuerwehr Jena wollten am Freitagmittag eigentlich eindrucksvoll zeigen, was das Team und ihre Spezialtechnik leisten kann.

Doch kurz vor Beginn der geplanten Abseilaktion am 159,60 Meter hohen Jentower öffnete der Himmel seine Schleusen.


Martin Sommer hält Rücksprache mit den Kollegen auf der Turmspitze. Foto: Baumgarten/JENPICTURES

Donner, Starkregen – keine Chance für eine sichere Durchführung. Einsatzleiter Martin Sommer, verantwortlich für die Spezielle Rettung aus Höhen und Tiefen, entschied: „Abbruch“.

Trotz des Wetters blieb der Anlass ein besonderer: 40 Jahre Höhenrettung in Jena.


Zum Jubiläum trafen sich Höhenrettungsgruppen aus Gera, dem Ilm-Kreis sowie die Bergwacht Thüringen mit der Berufsfeuerwehr im Jentower.

Im Mittelpunkt standen der fachliche Austausch, moderne Ausrüstung und ein Blick zurück auf vier Jahrzehnte Rettungstechnik.


Nick Ludwig, Fachdienstleiter Feuerwehr (2. v. l.), und Martin Sommer, Leiter SRHT (vorn in der Mitte), feierten gemeinsam mit dem Team und den Gästen im JenTower das 40-jährige Bestehen. Foto: Stadt Jena

Eine Bilderreihe zeigte eindrucksvoll, wie sich Material und Methoden verändert haben – vom improvisierten Seilsystem bis zu heutigen Hightech-Gurten und Spezialgeräten.

Bürgermeister und Sicherheitsdezernent Benjamin Koppe betonte die Bedeutung der Einheit: „In einer Stadt wie Jena müssen wir auch dort retten können, wo herkömmliche Mittel nicht ausreichen.


An Hängen verunglückte Mountainbikefahrer, in Not geratene Techniker an Windkraftanlagen, Gleitschirmflieger, die in Bäumen hängen bleiben – um diesen Personen helfen zu können, braucht es die Höhenretter der Feuerwehr Jena. Foto: Feuerwehr Jena/Archiv

Dass die Feuerwehr diese Kompetenz seit 40 Jahren besitzt, ist das Ergebnis kontinuierlicher Ausbildung und großer Einsatzbereitschaft.“

Aktuell halten 28 Höhenretter die Zusatzqualifikation neben ihren regulären Aufgaben im Feuerwehr- und Rettungsdienst aufrecht.


Rund 30 bis 40 Einsätze pro Jahr bewältigt das Team – von Hochhäusern über Krane und Industrieanlagen bis zu Schächten.


Text: Jana Baumgarten

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