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Weihnachten im Dienst

Einsatz statt Bescherung: Jena dankt seinen Rettern

Hauptbrandmeister Christian Parrau und seine Kollegen koordinieren in der Leitstelle der Feuerwehr die Alarmierung der Notfälle.
Hauptbrandmeister Christian Parrau und seine Kollegen koordinieren in der Leitstelle der Feuerwehr die Alarmierung der Notfälle.
Foto: Ben Baumgarten/JENPICTURES
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Weihnachten im Dienst: Stadtspitze von Jena dankt Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst.

Jena. Während in der Stadt die letzten Geschenke verpackt werden und Kinder ungeduldig auf den Abend warten, beginnt für viele Einsatzkräfte ein Tag, der alles andere als ruhig ist.

Schon am frühen Morgen standen Müllcontainer in Flammen, in einem Seniorenzentrum löste die Brandmeldeanlage Alarm aus, und der Rettungsdienst wurde zu einem Notfall mit einem Kleinkind gerufen.


Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst halten auch an Weihnachten die Stellung – verlässlich, aufmerksam, bereit.

Am Morgen des Heiligabends machten sich Oberbürgermeister Thomas Nitzsche und Bürgermeister Benjamin Koppe auf den Weg zu den Menschen, die an diesem Tag nicht zu Hause sein können.


Besuch bei der Polizeiinspektion in Jena: OB Thomas Nitzsche (5.v.l.) und Bürgermeister Benjamin Koppe (6.v.l.) haben an Heiligabend die Polizeiinspektion in Jena besucht.

In der Polizeiinspektion und der Feuerwehrleitstelle dankten sie den Teams für ihren Einsatz. „Ihre Arbeit trägt diese Stadt – gerade an Tagen, an denen andere feiern“, sagte Nitzsche.

Polizeioberrat und Leiter des Inspektionsdienstes Rico Schimmel sprach offen darüber, wie viel dieser Besuch bedeute.


v.l.n.r. OB Thomas Nitzsche, Bürgermeister Benjamin Koppe, Leiter des Inspektionsdienstes Rico Schimmel und Lutz Schnelle, Leiter der Landespolizeiinspektion Jena.

Ein Jahr voller Einsätze, steigender Belastung und schwieriger Situationen liege hinter den Beamtinnen und Beamten.

Ein ehrliches Dankeschön sei da mehr als nur eine Geste.


Koppe erinnerte daran, dass an Weihnachten viele Menschen arbeiten, damit das Leben in Jena weiterläuft – in Kliniken, Pflegeeinrichtungen, im Nahverkehr oder im Handel. Der Besuch solle ihnen allen symbolisch Respekt zollen.


Die Kameraden der C-Schicht werden in den nächsten Stunden für unsere Sicherheit einsatzbereit sein.

Beim anschließenden Besuch der Feuerwehr überzeugten sich die städtischen Vertreter von deren Einsatzbereitschaft. Dort zeigte sich, wie eng Dienst und Gemeinschaft miteinander verbunden sind.


Die schichthabenden Kameraden leisten einen 24‑Stunden‑Dienst. Da sie in dieser Zeit nicht bei ihren Familien sein können, kommen sie am Nachmittag in der Feuerwehrwache zusammen, um bei Kaffee, Kakao und Stollen ein wenig Zeit miteinander zu verbringen.


Brandmeister Enrico Link steht seit den frühen Morgenstunden für seine Kameraden in der Küche.

Und am Abend wird es trotz Dienst richtig festlich:

Der gelernte Koch und heutige Brandmeister und Notfallsanitäter Enrico Link setzte sich die Kochmütze auf und bereitete in der hauseigenen Küche für die Mannschaft Ente, Klöße und Rotkohl zu – und als Dessert einen Kaiserschmarrn.


Ein Moment des Zusammenhalts, der den langen Dienst ein Stück wärmer macht.

Text: Jana Baumgarten
Fotos: Ben Baumgarten/JENPICTURES