Chaoten im Gästeblock

1:1 gegen Cottbus: Jena mit Remis im Ostderby

Der EX-Jenaer Maximilian Oesterhelweg im Duell mit FCC-Spieler Burim Halili.
Der EX-Jenaer Maximilian Oesterhelweg im Duell mit FCC-Spieler Burim Halili.
Foto: Thomas Weigel
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Remis im Ostderby: Der FC Carl Zeiss Jena trennt sich am Mittwochabend vom FC Energie Cottbus mit einem 1:1-Unentschieden.

Jena.
Das vorgezogene Regionalliga-Spitzenspiel zwischen Jena und Cottbus endete am Mittwochabend 1:1.

Für Schlagzeilen negativer Art sorgte eine 17-minütige Spielunterbrechung wegen Abfackeln von Pyrotechnik und vor allem Leuchtraketen aus dem Cottbuser „Fan“-Block in Richtung Jenaer Zuschauer auf der Tribüne.


Die erste Torchance im Spiel hatte Marcel Hoppe, von Maximilian Krauß schön freigespielt scheiterte er aus zehn Metern an einem Cottbuser Abwehrbein, das den Ball knapp vorbeilenkte (6.).  

Energie verengte geschickt und früh die Räume, sodass Jena es schwer hatte, gefährlich vor das Tor zu gelangen. Verkamp bot sich mal eine Schusschance, die jedoch genau in den Armen von Gästekeeper Elias Bethge landete (12.).


In Führung gingen die Gäste, nachdem Jena im Vorwärtsgang wieder einmal den Ball verloren hatte. Der Ball kam über Badu schnell zu Nicolas Wähling, der an der Strafraumgrenze zu viel Platz hatte und gekonnt abschloss (27.).

Kevin Kunz verhinderte mit starker Parade gegen Eric Hottmann das 0:2 (34.). Kurz vor der Halbzeit kam der FCC zu guten Chancen. Nach scharfer Krauß-Eingabe, die in Richtung Tor abgefälscht wurde, war Bethke aufmerksam (42.) und Lukas Lämmel schoss aus guter Position über das Tor (45.).


Im Gästeblock wurden pyrotechnische Erzeugnisse gezündet, welche zum Teil auch in den Heimfanbereich gefeuert wurden. Foto: Thomas Weigel

Das Spiel lief in der zweiten Halbzeit kaum drei Minuten, da kam es zur eingangs erwähnten Spielunterbrechung wegen zündelnder Chaoten im Gästeblock. Schiedsrichter Michael Näther schickte beide Teams in die Kabinen.

Nach fast 20 Minuten Pause ging es weiter. Ein richtiger Spielfluss kam kaum noch zustande. Jena fiel lange nicht viel ein gegen defensiv gut stehende Cottbuser. Energie blieb vor allem bei Kontern stets gefährlich.

Ein Eisenhuth-Foul an Pasqual Verkamp verschaffte Jena die Elfmeter-Chance. Den Foulstrafstoß verwandelte Vasileios Dedidis zum 1:1-Endstand (101.).


In Erinnerung bleiben wird wohl kaum etwas vom glanzlosen Spiel, sondern vielmehr die unschönen und gefährlichen Szenen auf den Rängen. Nicht nur der neutrale Beobachter wird sich fragen, wie dermaßen viel Pyrotechnik ins Stadion gelangen konnten.

Außerdem kam es während der ersten Halbzeit zum Eindringen von etwa dreißig Personen aus dem Gästeblock in den Bereich hinter der Haupttribüne. Möglich wurde dies durch einfaches Eintreten einer zunächst ungesicherten Holzbarriere. Die Eindringlinge wurden dann aber relativ schnell durch eingreifende Polizei zurückgedrängt.


Das nächste Punktspiel führt den FC Carl Zeiss Jena am Freitag, 7. Oktober, (19:00 Uhr) zu Chemie Leipzig.

Jena: Kunz - Halili, Lange (ab 92. Schau), Gipson, Strietzel, Petermann (ab 92.  Muiomo), Hoppe, Lämmel, Verkamp (ab 108. Grimm), Krauß, Dahlke (ab 78. V. Dedidis)

Cottbus: Bethke - Hofmann, Oesterhelweg (ab 99. Geisler), Wähling, Hottmann, Hasse (ab 90. Slamar), Kujovic (ab 90. Juckel), Hildebrandt, Borgmann, Eisenhuth, Badu (ab 90. Heike)

Torfolge: 0:1Wähling (27.), 1:1 V. Dedidis (101./FE)

Zuschauer: 4.436

Text: Steffen Langbein
Fotos: Thomas Weigel

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