Ausgleich durch Elfmeter

1:1 in Erfurt: Jena holt nur Punkt im Thüringen-Derby

Foto: Thomas Weigel
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Nur einen Punkt im Thüringen Derby: Der FC Carl Zeiss Jena trennt sich am Sonntag vom FC Rot-Weiß Erfurt mit einem 1:1-Unentschieden.

Erfurt/Jena.
In heißer Atmosphäre im Steigerwaldstadion, dem ersten „echten“ Thüringenderby nach viereinhalb Jahren, teilten Gastgeber und der FC Carl Zeiss Jena leistungsgerecht die Punkte.

Beide Teams wurden mit schöner Choreografie von den jeweiligen Fans in den Vereinsfarben begrüßt. Das Spiel begann vorsichtig von beiden Seiten, die Gastgeber starteten mit etwas mehr Ballbesitz in den ersten Minuten.


Die erste Torraumszene war ein Kopfball von Salomon Amougou Nkoa, der Mitspieler Artur Merkel anköpfte, welcher auch noch im Abseits stand (11.).

Den ersten Torschuss im Spiel gab Marcel Hoppe ab, der Ball ging jedoch um einiges über das RWE-Tor. Auf der anderen Seite musste Kevin Kunz beim Flachschuss Ballo Abou schon eingreifen (27.). Eine Minute später musste der Jenaer Schlussmann den Ball aus dem Netz holen.


Danach tauten vor allem erst einmal die Rot-Weißen auf. Die FCC-Abwehr machte in dieser Phase nicht den sichersten Eindruck. Mergel vorzog aus acht Metern, ziemlich frei stehend, nur knapp (33.).

Mit der Gastgeber-Führung ging es in die Halbzeitpause. Jena brachte in den ersten 45 Minuten nicht einen Torschuss auf das Gehäuse ab.


In beiden Fanblöcken brannte es lichterloh. Foto: Thomas Weigel

Nach dem Wechsel sorgte das Abfackeln von Pyrotechnik aus dem Gästeblock für eine kurze Spielunterbrechung, damit der Rauch abziehen konnte. Danach wurde auch auf der anderen Seite im Heim-Block auf der Tribüne gezündelt.


Jena begann nach dem Seitenwechsel offensiver, musste nach dem Rückstand natürlich mehr tun. Jonathan Muiomo prüfte mit Flachschuss RWE-Keeper Franco Flückiger (54.). Als Jan Dahlke auf das Tor zu steuerte, wurde er von Andrej Startsev kurz vor dem Strafraum gestoßen. Den Freistoß schoss Lukas Lämmel an das Außennetz (65.).

Jena war die aktivere Mannschaft im zweiten Spielabschnitt, kam aber trotzdem kaum zu Torchancen. Es brauchte einen Elfmeter, um den Ausgleich zu erzielen. Abou ließ gegen Ken Gipsen, der in den Strafraum eindrang, das Bein stehen. Pasqual Verkamp verwandelte sicher zum verdienten 1:1-Ausgleich (70.).

Danach wurde es hitziger, nicht nur auf den Rängen, wo es in beiden Fanblocks immer wieder zu Zündeleien kam. Auf dem Rasen sorgten einige Fouls für leichte Rudelbildungen.


Gegen Ende kamen die Gastgeber noch zu zwei guten Chancen. Der eingewechselte Lpoe Cabral prüfte mit einem Distanzschuss nochmal Kevin Kunz (88.). Mergel verzog von der Strafraumgrenze knapp (90.). In der Nachspielzeit agierte zunächst RWE offensiver.

Jena konterte gefährlich, Verkamp, fast frei vor dem Tor, machte an der Strafraumgrenze einen Haken zu viel und wurde dadurch noch gestoppt (90.+4.). Jan Dahlke holte in letzter Minute einen Freistoß am Strafraumeck heraus, der leider verpuffte (90.+6.).

Dann war Schluss und beide Thüringer Teams bekamen gerechterweise einen Punkt. Jena damit Tabellenzweiter, einen Punkt hinter Berliner AK, der bei Chemie Leipzig 1:2 verlor.


Im Thüringenpokal muss der FCC am nächsten Samstag (24. September, 14:00 Uhr) beim VfB Apolda ran. Danach geht es schon am Mittwoch (28.9., 19:00 Uhr) im vorgezogenen Regionalligaspiel gegen Energie Cottbus weiter.

RWE: Flückiger - Abou, Amougou Nkoa, Manu, Moritz, Mergel, E. Startsev, Biek (ab 80. Schwarz), Seidemann (ab 80. Cabral), Hajrulla (ab 80. Roscher), Tavares (ab 85. Djella)

FCC: Kunz - Gipson (ab 82. Schau), Hehne, Strietzel, Hoppe, Lämmel, Lange (ab 64. V. Dedidis), Petermann, Muiomo (ab 58. Verkamp), Krauß, Dahlke

Torfolge: 1:0 Seidemann (28.), 1:1 Verkamp (70./FE)

Zuschauer: 12.000 (ausverkauft)

Text: Steffen Langbein
Fotos: Thomas Weigel

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