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Kraftlose Vorstellung

1:1 gegen Chemnitz: Wieder kein Sieg für Jena

Jenas Theodor Bergmann (m.) gegen die Chemnitzer Tim Campulka und Torhüter Jakub Jakubov.
Jenas Theodor Bergmann (m.) gegen die Chemnitzer Tim Campulka und Torhüter Jakub Jakubov.
Foto: Thomas Weigel
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Wichtige Punkte liegen gelassen: Der FC Carl Zeiss Jena trennt sich am Sonntagnachmittag vor heimischer Kulisse vom Chemnitzer FC mit einem 1:1-Unentschieden.

Jena. Am vielleicht letzten fast durchweg sonnigen Tag in diesem Jahr nutzte offensichtlich mancher FCC-Fan den Tag anderweitig. Jedenfalls waren die Warteschlangen am Einlass diesmal nicht so lang wie zuletzt gegen den BFC und Cottbus.

Eine Änderung in der Startformation nahm Trainer Andreas Patz gegenüber dem Cottbus-Spiel vor, Theodor Bergmann durfte für Maximilian Krauß ran.



Zudem war die Trikotfarbe des FCC diesmal etwas ungewöhnlich, aber für einen guten Zweck. Mit den pinken Oberteilen machte der FCC in diesem Heimspiel Werbung für Brustkrebsvorsorge.

Die FCC-Spieler wollten nach der 0:1-Heimniederlage gegen Cottbus Wiedergutmachung für den Club und seine Fans. Und es sollte sich schnell die erste Torchance ergeben.

Nach weniger als einer Minute wurde Maximilian Oesterhelweg im Strafraum gefoult, es gab Elfmeter. Maximilian Wolfram nahm sich der Sache selbstbewusst an, aber seinen flach und nicht gut geschossenen Ball konnte Torhüter Jakub Jakubov sogar festhalten (2.).



Jena spielte sich in den ersten zwanzig Minuten ein paar Mal gut an und in den Strafraum der Chemnitzer, aber der letzte Pass kam nicht an, sodass es kaum gute Torchancen gab.

Nach der ersten guten Torchance für die Gäste, einen Kopfball klärte Matti Langer vor der Linie (24.), nahm Theodor Bergmann Oesterhelwegs Maßflanke von der rechten Seite etwa acht Meter vor dem Tor volley, aber Jakubov parierte glänzend (25.).

Mit zunehmender Spieldauer lief es aber nicht mehr so gut für das Heimteam, Fehlpässe häuften sich, was einige Unmutsbekundungen von den Rängen nach sich zog. Dann aber mal ein schöner Spielzug, Wolfram mit der Hacke auf Stauffer, dessen Querpass traf aber Fabian Eisele nicht richtig, sodass nur ein Schüsschen daraus wurde (34.).

Auf der Gegenseite  dribbelte sich Benjika Caciel durch die gesamte FCC-Abwehr, sein Geschoss klärte Tom Müller mit beiden Fäusten (38.). Dieser Warnschuss verpuffte offensichtlich beim FCC. Der nächste Chemnitzer Versuch landete im Tor, Furkan Kircicek traf für die Gäste (42.) zur Pausenführung.

Von den Rängen der FCC-Fans tönte es „Wir wolln euch kämpfen sehn“.



Personelle Wechsel gab es in der Halbzeitpause noch nicht. Jena kam wieder etwas offensiver aus der Pause, erarbeitete sich in den ersten Minuten immerhin drei Eckbälle, die allerdings nichts einbrachten. Theodor Bergmanns Schuss aus spitzem Winkel wurde abgewehrt (52.).

Szenenapplaus gab es, als Maximilian Krauß zum Wechsel gerufen wurde, er kürzte gleich ein paar Meter an der Spielfeldecke ab, so heiß war er. Als dann Bergmann rausmusste, gab es wieder einige Buhrufe der FCC-Fans, die sich wunderten, dass mit Bergmann einer der besten im FCC-Team rausmusste (55.).

Abwehrspieler Lucas Stauffer versuchte es mit einem 18-Meter-Schuss, knapp daneben (61.). Als der Ball dann nach einer Ecke und Eisele-Kopfball endlich mal im Chemnitzer Tor lag, kam der Schiedsrichter-Pfiff wegen Foulspiel eines Jenaer Spielers (68.).



Müllers tolle Parade gegen Tim Campulka verhinderte das 0:2 (73.). Spielerisch lief nun nicht mehr viel beim FC Carl Zeiss Jena, da musste ein Standard her. Kapitän Maximilian Oesterhelweg gelang mit einem perfekten 24-Meter-Freistoß ins linke Dreiangel der Ausgleich (77.).

Und schon waren die Fans wieder voller Euphorie, so schnell geht das. Sie sahen den nächsten Fernschuss, von Abwehrspieler Lucas Stauffer (79.).

Ein Dreifachwechsel beim FCC sollte noch einmal Schwung für die letzten zehn Minuten bringen. Chemnitz fast nur noch in der Defensive. Aber richtig klare Chancen gab es nicht mehr, es blieb beim leistungsgerechten 1:1.


Am Freitag, 5. November, steht schon das nächste Heimspiel für den FC Carl Zeiss Jena auf dem Spielplan, 19:00 Uhr, gegen Auerbach.

Jena: Müller - Stauffer, Slamar, Strietzel (ab 81. Halili), Lange, Langer (ab 81. Hehne), Schau (ab 67. Dedidis), Wolfram, Bergmann (ab 55. Krauß), Oesterhelweg, Eisele (ab 81. Hajrulla)

Chemnitz: Jakubov - Walther, Vidovic, Aigner, Schimmel, Campulka, Kurt, Caciel, Bickel (ab 86. Eppendorfer), Kirkicek (ab 66. Freiberger), Pagliuca

Tore: 0:1  Kircicek (42.), 1:1 Oesterhelweg (77.)

Zuschauer: 3.107

Text: Steffen Langbein
Fotos: Thomas Weigel