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Prognosen im Minus

Nostradamus: Was wir 2018 zu erwarten haben

Was weissagte Nostradamus für das Jahr 2018? Nichts Gutes, muss befürchtet werden.
Was weissagte Nostradamus für das Jahr 2018? Nichts Gutes, muss befürchtet werden. Foto: unbekannt/Facebook

Werden die Könige die Wälder stehlen und die Hitze die Felder verbrennen? Nostradamus und Co. - was wir 2018 zu erwarten haben.

Jena. Obwohl es für das Funktionieren von Wahrsagungen keine wissenschaftlichen Belege gibt, werden sie doch seit Jahrhunderten praktiziert. Im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit verbreiteten sich diverse Praktiken der Zukunftsschau, die selbst unter Theologen und Philosophen Befürworter hatten.

Heute gibt es für Menschen mit Zukunftsängsten sogar online die Möglichkeit, sich auf Websites wie Questico von einem Wahrsager die Zukunft vorhersagen zu lassen. Mancher Blick in die Zukunft richtet sich allerdings an die Menschheit im Allgemeinen. Doch wie ernst sollte man die Prophezeiungen für 2018 nehmen?

Einen Blick in die Zukunft wagen

Bekannt sind vor allem die Prophezeiungen von Nostradamus und Baba Wanga. Der französische Philosoph Michel de Nostredame lebte im 16. Jahrhundert. Im Jahr 1554 begann er damit, sogenannte Almanache zu verfassen, in denen er außergewöhnliche Planetenkonstellationen mit bestimmten Ereignissen in Zusammenhang brachte.

Laut seinen Anhängern sagte Nostradamus in seinen Vorhersagen, die er in Form von kryptischen Vierzeilern verfasste, nicht nur die Französische Revolution voraus, sondern auch die Machtergreifung Hitlers und den Mord an John F. Kennedy. Baba Wanga, die eigentlich Ewangelia Pandewa Guschterowa hieß, war die bekannteste Seherin Bulgariens, sie lebte von 1911 bis 1996.

Die blinde Frau soll nicht nur die Terroranschläge vom 11. September vorhergesehen haben, sondern auch den Aufstieg des Islamischen Staates. Auch hatte sie Visionen einer verheerenden Überschwemmung, die ihre Anhänger als den Tsunami im Indischen Ozean im Jahr 2004 deuten.

Prophezeiungen für 2018

Wagt man sich an die Interpretation der Vorhersagen für 2018, dann erwartet die Welt angeblich so einiges - leider im durchweg negativen Sinne. Für 2018 schrieb Nostradamus unter anderem: "Die Könige stehlen die Wälder, der Himmel wird sich öffnen und die Felder werden durch die Hitze verbrennen."

Laut der NASA fanden im letzten September tatsächlich massive Sonneneruptionen statt, bei denen eine Energiemenge freigesetzt wurde, die einer Milliarde Wasserstoffbomben entspricht. Einige Wissenschaftler sehen darin die Ursache für eine wachsende Lücke im Ozonloch, wodurch die Intensität der Sonneneinstrahlung auf die Erde steigt.



Ebenso wie Nostradamus hatte auch Baba Wanga angeblich Visionen von einem 3. Weltkrieg, den sie allerdings schon für 2017 ansetzte. Für das Jahr 2018 beziehen sich ihre Visionen auf die Vereinigten Staaten von Amerika: Durch den 45. Präsidenten soll das Land großes Elend erfahren.

Aktuell spitzt sich die Nordkorea-Krise zu; Kim Jong-un drohte den USA in letzter Zeit wiederholt mit einem Nuklearschlag. Doch ist es deshalb angeraten, sich auf eine mögliche Katastrophe vorzubereiten? Eher nicht, auch wenn Anhänger von Nostradamus und Baba Wanga argumentieren, dass deren Prophezeiungen eine hohe Trefferquote aufweisen.

Allerdings sind Nostradamus' Vierzeiler in einer komplexen und rätselhaften Sprache geschrieben, die sich nicht eindeutig interpretieren lässt. Man sollte also in solchen Ankündigungen eher einen Ansporn sehen, das Leben zu genießen und Dinge zu tun, die einen glücklich machen. Schließlich hat das Jahr 2018 gerade erst angefangen und bestimmt viel Positives zu bieten.

Text: Torsten Lux

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