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öffentlicher Dienst

Warnstreik in Jena: Beschäftigte fordern deutlich mehr Lohn

Zu einem Warnstreik haben sich am Mittwoch in Jena zahlreiche Beschäftigte des öffentlichen Dienstes auf dem Ernst-Abbe-Platz versammelt.
Zu einem Warnstreik haben sich am Mittwoch in Jena zahlreiche Beschäftigte des öffentlichen Dienstes auf dem Ernst-Abbe-Platz versammelt.
Foto: Baumgarten/JENPICTURES
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Warnstreik in Jena: Beschäftigte des öffentlichen Dienstes fordern deutlich mehr Lohn.

Jena. Rund 400 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes haben am Mittwoch in Jena ihre Arbeit niedergelegt, um ihren Forderungen nach höheren Löhnen und besseren Arbeitsbedingungen Nachdruck zu verleihen.

Aufgerufen zu dem Warnstreik hatte die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), nachdem die erste Verhandlungsrunde mit den Arbeitgebern ohne Ergebnis geblieben war.


Anstelle eines regulären Ausstands organisierte die Gewerkschaft eine „aktive Mittagspause“, an der sich zahlreiche Beschäftigte beteiligten.

Auf dem Ernst-Abbe-Platz versammelten sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Universitätsklinikums Jena, des Studierendenwerks Thüringen, der Friedrich-Schiller-Universität sowie der Ernst-Abbe-Hochschule.


Mit Transparenten und lautstarken Forderungen machten sie auf ihre Situation aufmerksam.

„Wir sind einfach nur enttäuscht. Die Arbeitgeber legten kein Angebot vor und verweigerten selbst Stellungnahmen zu den zentralen Forderungen“, erklärte Teresa Gärtner, ver.di-Gewerkschaftssekretärin in Jena.

Die Gewerkschaft fordert unter anderem eine Entgelterhöhung von sieben Prozent, mindestens jedoch 300 Euro mehr pro Monat.


Für Auszubildende sollen die Vergütungen um 200 Euro steigen; zudem verlangt ver.di ihre unbefristete Übernahme.

„Auch die Forderungen der studentisch Beschäftigten nach einer vollwertigen tariflichen Absicherung blieben unbeantwortet“, so Gärtner weiter.


Aus den Reihen der Streikenden kam deutliche Kritik an der Haltung der Arbeitgeber.

Die ausbleibenden Reaktionen zeigten „eine massive fehlende Wertschätzung gegenüber den Beschäftigten, die täglich den Betrieb am Laufen halten – in Hörsälen, Laboren, Krankenhäusern und Behörden“, hieß es.

Sollte es in den kommenden Verhandlungsrunden erneut keine Fortschritte geben, kündigte ver.di weitere Aktionen an.


Die Beschäftigten machten am Mittwoch deutlich, dass sie bereit sind, ihren Forderungen weiterhin Nachdruck zu verleihen.

Text: Dirk Sauerbrey
Fotos: Baumgarten/JENPICTURES
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