Hälfte der Kosten
Statt Wegwerfen: Thüringen setzt weiter auf Reparaturbonus
Wer sein Gerät zum Beispiel im Reparier-Café Jena instand setzen lässt, bekommt die vollen Kosten für Ersatzteile erstattet.
Foto: Baumgarten/JENPICTURES/Archiv
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Reparieren statt Wegwerfen: Thüringen setzt weiter auf Reparaturbonus.
Erfurt. Auch 2025 belohnt Thüringen nachhaltiges Handeln: Wer defekte Elektrogeräte reparieren lässt, kann sich über eine Förderung von bis zu 100 Euro freuen.
Das Land stellt dafür erneut 600.000 Euro bereit. Anträge sind online möglich unter www.reparaturbonus-thueringen.de.
Seit Einführung des Bonusprogramms 2021 wurden rund 40 000 Reparaturen gefördert – täglich etwa 65.
Die Hälfte der Kosten wird erstattet, bei Reparaturcafés sogar 100 Prozent der Ersatzteilkosten.
Die Maßnahme hilft nicht nur Umwelt und Geldbeutel, sondern stärkt auch lokale Betriebe und vermeidet Elektroschrott.
Umweltminister Tilo Kummer betont: „Der Reparaturbonus ist ein Gewinn für alle – für die Umwelt, die Menschen und die Reparaturkultur.“
Laut einer Studie des Fraunhofer IZM hätten über ein Drittel der Nutzer ohne Förderung keine Reparatur vorgenommen.
Die Reparaturen werden vor allem von lokalen Fachgeschäften und Werkstätten, Kundendiensten, Elektrofachmärkten sowie vereinzelt von Reparatur-Cafés (Reparier-Café Jena) durchgeführt.
Besonders beliebt: Mobiltelefone, Waschmaschinen und nostalgische Geräte wie DDR-Plattenspieler.
Fragen zum Bonus beantwortet die Verbraucherzentrale unter 0361 555 14 35 (Di/Mi 14–17 Uhr, Do 16–19 Uhr).
Quelle: Verbraucherzentrale Thüringen
