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Paradies hinter Hecken

Gartenverein „Am Ostbad“ in Jena feiert 50‑Jähriges

Vereinsvorsitzender Ronald Eberl mit seiner Frau Sabine (r.) und Gartenmitglied Gisela Stadelmann.
Vereinsvorsitzender Ronald Eberl mit seiner Frau Sabine (r.) und Gartenmitglied Gisela Stadelmann.
Foto: Baumgarten/JENPICTURES/Archiv
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Paradies hinter Hecken: Der Gartenverein „Am Ostbad“ in Jena feiert 50‑Jähriges.

Jena. Der Kleingartenverein „Am Ostbad“ feiert ein halbes Jahrhundert grüner Leidenschaft: Seit 50 Jahren gedeihen auf 33.500 Quadratmetern zwischen Saaleufer und Gembdenbach 83 liebevoll gepflegte Parzellen.

Am kommenden Samstag feiern die Kleingärtner ihr Jubiläumsfest – mit Rückblicken, Anekdoten und jeder Menge guter Laune.


Ein Vortrag und historische Fotos sollen die bewegte Geschichte der Anlage lebendig werden lassen.

Dabei wird nicht nur gefeiert, sondern auch erzählt – von schönen Momenten, kleinen Ärgernissen und dem Alltag im Grünen.

Wir haben uns auf Spurensuche begeben, um herauszufinden, was sich hinter den Hecken der „Laubenkolonie“ verbirgt.


Was wir fanden: ein Paradies aus sattem Grün, blühender Vielfalt und gelebtem Gemeinschaftsgeist.

Ronald Eberl, der Vorsitzende des Vereins, empfängt uns mit einem Lächeln. Seit 2024 lenkt der 63-Jährige die Geschicke des Vereins – und ist selbst erst seit der Coronazeit stolzer Parzellenbesitzer.


Gemeinsam mit seiner Frau Sabine bewirtschaftet er rund 300 Quadratmeter – die übliche Größe eines Pachtgartens hier. Das Kleingartenfieber hat beide schnell gepackt.


„Das gemeinsame Hobby schweißt zusammen“, sagt Eberl. „Man kennt sich, hilft sich gegenseitig und schaut nach dem Rechten, wenn zum Beispiel jemand verreist ist.“

Streng genommen, so Eberl, müsste man nächstes Jahr den 80. Geburtstag feiern. Denn die Wurzeln des Vereins reichen bis ins Jahr 1946 zurück – damals noch auf dem Gelände, wo heute das Staatliche Sportgymnasium Joh. Chr. Fr. GutsMuths steht.


Mit dem Bau der Schule begann 1975 eine neue Ära für die Gartenanlage – durch den Umzug und den Aufbau der neuen Anlage am heutigen Standort.


Die 73-jährige Gisela Stadtelmann übernahm die Patenschaft über die Blumen am Vereinsheim.

Tausende Stunden ehrenamtlicher Arbeit verwandelten das Gelände in ein echtes Schmuckstück. Kein Wunder, dass die Warteliste für eine Parzelle lang ist.

Ein Meilenstein in der Vereinsgeschichte war der Bau des Vereinsheims zwischen 1986 und 1989 – errichtet in kollektiver Eigenleistung und mit viel Herzblut.


Das Vereinsheim kann zwischen den eigenen Veranstaltungen auch angemietet werden.

In diesem Vereinsheim und dessen Umfeld wird nun die Feier zum 50-jährigen Jubiläum stattfinden – der Höhepunkt des Vereinslebens in diesem Jahr, wie immer vollständig von den fleißigen Vereinsmitgliedern organisiert.

Text: Jana Baumgarten