Basketball-Krimi
73:76 gegen Chemnitz: Science City Jena verliert in letzter Sekunde

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Science City Jena verliert am Samstag sein Auswärtsspiel bei den Niners Chemnitz knapp mit 73:76.
Jena. Obwohl Jena schon im ersten Viertel mit zwanzig Punkten zurücklag, fand Science City im ersten Spiel mit dem neuen Coach wieder zurück – und verlor am Ende durch einen Dreier mit der Schlusssirene.
Nach der 3:2‑Führung von Jena (1.) waren die Thüringer erst einmal völlig von der Rolle. Nach vier Minuten und 13 Sekunden musste der neue Jenaer Coach Mike Taylor beim Spielstand von 3:18 bereits seine erste Auszeit nehmen.
Die brachte zunächst nichts: Die Chemnitzer versenkten ihren vierten Dreier binnen neunzig Sekunden (5.). Nach fünf Spielminuten stand es 3:21 gegen Jena – das war überdeutlich.
Ab dem 3:23 berappelte sich Jena endlich und gewann die restlichen viereinhalb Minuten bis zur ersten Viertelpause mit 17:6.
Ins zweite Viertel kamen die Gäste besser hinein und verkürzten bis auf fünf Zähler (31:35/16.). Danach schlichen sich jedoch wieder mehr Unkonzentriertheiten ein. Bis zur Halbzeit bauten die Niners den Vorsprung wieder auf zwölf Punkte aus.
Nach der Halbzeitpause legten die Saalestädter aus einer stabilen Defensive heraus einen 13:0‑Lauf aufs Parkett und gingen mit 52:51 in Führung (24.).
Dann traf Chemnitz nach etwas mehr als vier Minuten erstmals in der zweiten Halbzeit und lag wieder 54:52 vorn (25.). Es blieb ausgeglichen.
Die Sachsen, die zu Spielbeginn in fünf Minuten 21 Punkte erzielt hatten, schafften gegen die SCJ‑Defensive im gesamten dritten Viertel lediglich acht Punkte.
Jena gewann das dritte Viertel mit 22:8 und nahm eine 61:59‑Führung ins Schlussviertel.
Ein Augenschmaus war das letzte Viertel nicht. Jena traf erst nach mehr als fünf Minuten. Da die Gastgeber bis dahin ebenfalls nur fünf Punkte erzielt hatten, bedeutete Jack Pagenkopfs Zweier den Anschluss zum 63:64 (36.).
Als ob es nicht spannend genug gewesen wäre, streikte beim Stand von 71:70 für Chemnitz dreißig Sekunden vor dem Ende auch noch die Uhr.
Dann trafen die beiden Topscorer: Kevin Yebo legte vor, und Joe Wieskamp glich per Dreier zum 73:73 aus. Doch Chemnitz hatte noch acht Sekunden – und mit der Sirene traf Corey Davis zum Heimsieg.
Für Mike Taylor also kein Erfolg zum Einstand. Die Jenaer Basketballfans hoffen nun, dass der erste Sieg im nächsten Heimspiel (Samstag, 25. April, 20:00 Uhr) gegen Mitaufsteiger Trier gelingt, der aktuell Siebter ist.
Chemnitz: Yebo 19 Punkte, Uguak 12, Mushidi 11, Washington 9, Davis 8, Minchev 8, Sow 6, M. Newman III 3 / DNP: Steinfeld, Kellig, Schakel
Jena: Wieskamp 22 Punkte, Braxton Jr. 16, Iroegbu 11, McNair Jr. 5, Pagenkopf 5, Herrera 4, Christen 4, Bank 2, Carter 2, Franklin 2, Krause
Zuschauer: 5.000
Text: Steffen Langbein

















