82:93-Heimniederlage
Pleite im Kellerduell: Science City Jena verliert gegen Braunschweig

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Science City Jena verliert am Dienstagabend das Keller-Duell gegen die Basketball Löwen Braunschweig mit 82:93.
Jena. Mit einer am Ende deutlichen 82:93-Niederlage gegen den Tabellenletzten Braunschweig verpasste es Science City Jena, im Abstiegskampf eine Vorentscheidung zu erzielen.
Keith Braxton Jr. markierte die ersten zwei Punkte in diesem wichtigen Spiel (1.). Nach dem Ausgleich zogen die Gastgeber zunächst auf 8:2 davon (4.).
Zwar wurde es kurzzeitig knapper (8:7/5.), doch nach dem ersten Viertel lag Jena mit fünf Zählern vorn (20:15).
Niemand in der Arena ahnte zu diesem Zeitpunkt, dass Jena damit sein bestes Viertel bereits hinter sich hatte.
Im zweiten Abschnitt fiel – im sechsten Versuch insgesamt – endlich der erste Dreier für die Thüringer: Robin Christen traf zum 23:15 (11.).
Danach wurde das Spiel jedoch zäher. Science City sammelte in zweieinhalb Minuten bereits vier Fouls. Die Gäste aus Niedersachsen durften in diesem Viertel 15-mal an die Freiwurflinie (8 Treffer).
Auch der zweite Jenaer Dreier durch Braxton (38:31/17.) brachte keine Ruhe ins Heimspiel. Knapp zwei Minuten später (39:36) nahm Björn Harmsen seine erste Auszeit (19.). Braunschweig war mit der Halbzeitsirene bis auf einen Punkt heran (41:40).
Jack Pagenkopf eröffnete die zweite Halbzeit mit einem Dreier zum 46:40 (21.). Das half jedoch wenig gegen die Nervosität der Saalestädter. Die Löwen kamen wieder auf Tuchfühlung (48:47/23.).
Selbst zwei Jenaer Blocks innerhalb weniger Sekunden (26.) brachten kein Selbstbewusstsein. Im Gegenteil: Plötzlich lagen die Gäste mit 53:52 vorn (27.) und bauten die Führung bis zum Schlussviertel auf 65:60 aus (30.).
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Beim 62:68-Rückstand blitzte die Klasse von Joe Wieskamp auf, der innerhalb weniger Sekunden erst von außen traf und dann im schnellen Gegenstoß per Dunk den Anschluss herstellte (67:68/32.).
Stimmung in der Bude – auch noch bei der letzten Jenaer Führung durch Krause zum 72:71 sieben Minuten vor Spielende. Doch die Gäste kämpften wie die sprichwörtlichen Löwen und setzten sich anschließend ab.
Beim 75:84 nahm Harmsen seine letzte Auszeit (37.). Das Spiel war jedoch gelaufen, zumal für Jenas Topscorer Braxton nach fünf Fouls früher Schluss war (38.).
Ein normales und drei schwache Viertel – das reicht nicht gegen den Tabellenletzten, den man dadurch „am Leben ließ“.
Jena steht nun fünf Spieltage vor Schluss mit 10 Siegen noch vor den beiden Abstiegsplätzen (Heidelberg 8 Siege, Braunschweig 7).
Im Punktspielbetrieb geht es für Science City Jena nun zum stimmungsvollen Ostderby nach Chemnitz (Samstag, 18. April, 16:00 Uhr), das auch live im MDR übertragen wird.
Jena: Braxton Jr. 17 Punkte, Wieskamp 13, Krause 11, McNair Jr. 10, Pagenkopf 10, Herrera 6, Iroegbu 6, Christen 5, Bank 4, Carter / DNP: Franklin, Lang
Braunschweig: Zylka 22 Punkte, Obiesie 18, NGuessan 17, Crawford 14, Shittu 11, Kajami-Keane 6, Flanigan 3, Hawley 2, Schröder / DNP: Worthy, Laar
Zuschauer: 2.286
Text: Steffen Langbein
Fotos: Ben Baumgarten/JENPICTURES


















